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    15.04.2019

    Bekämpfung des Borkenkäfers: Vorbereitungen des Kreisforstamtes laufen auf Hochtouren

    Die Vorbereitungen für das bevorstehende ‚Käferjahr‘ laufen auf Hochtouren. Entsprechend groß ist der Abstimmungs- und Informationsbedarf zwischen allen Beteiligten, den Waldbesitzern, den Forstrevierleitern, den Unternehmern und der Waldgenossenschaft Südschwarzwald, die den Holzverkauf organisiert.

    Seit Anfang April unterstützen drei Forststudenten und ein selbständiger Landschaftspfleger die Revierleiter beim Aufsuchen frisch befallener Borkenkäferbäume. Damit können die besonders betroffenen Forstreviere Tiengen, Waldshut, Weilheim, Albbruck, Ühlingen, Bettmaringen, Görwihl und Herrischried wirkungsvoll unterstützt werden. Erstmals wird im Südwesten eine moderne EDV Lösung mit Tablet und spezieller Erfassungs App eingesetzt, die die Kommunikation zwischen allen Beteiligten deutlich vereinfacht.

    Erfreulich ist die Bereitschaft vieler Holzernteunternehmer mit zusätzlichen Kapazitäten vor Ort zu helfen. So haben vier Unternehmer aus dem Landkreis Waldshut und zwei Unternehmer aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald dem Kreisforstamt zusätzliche Kapazitäten in diesem Jahr zugesichert, die nun entsprechend dem Käferholzaufkommen eingesetzt werden. Mit Unterstützung von Frau Elena Kummer, der bundesweit ersten Borkenkäfermanagerin, ist das Kreisforstamt Waldshut zuversichtlich, die schwierige Situation in einer konzertierten Aktion besser zu meistern. So melden die Forstrevierleiter wöchentlich die aufbereiteten Käferholzmengen und den zusätzlichen Bedarf für Holzernteunternehmen. Beim Holzverkauf und der Holzaufarbeitung kann dann entsprechend reagiert werden. Nur in einer konzertierten Aktion kann die schwierige Situation gemeistert werden.