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    10.09.2018

    Generelles Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer im Landkreis Waldshut bis 15.10.2018 verlängert

    Seit dem 04. August 2018 gilt im Landkreis Waldshut ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern.

    Dies Verbot gilt bis 15.09.2018. Laut Wetterprognose für die zweite Septemberhälfte und die erste Oktoberhälfte 2018 ist, abgesehen von einigen Gewitterschauern, nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen. Das Landratsamt Waldshut hat daher mit der 3. Allgemeinverfügung vom 07. September 2018 (www.landkreis-waldshut.de/aktuelles-presse/bekanntmachungen) jegliche Wasserentnahme aus Oberflächengewässern vom 16. September 2018 bis zum 15. Oktober 2018 untersagt. Je nach prognostizierter Wetterlage könnte schon vorher eine Aufhebung des Verbots erfolgen; es kann aber auch noch eine weitere Verlängerung geben.

    Die Wasserstände von Bächen und Flüssen sind weiterhin in einem kritisch niedrigen Bereich. „Durch die anhaltende Trockenheit seit etlichen Monaten und die Wetterprognosen für die nächsten vier Wochen bleiben die Wasserstände in den Gewässern, abgesehen von einigen Wasseranstiegen während lokalen Regenereignissen, weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Verlängerung der Allgemeinverfügung bis 15.10.2018 war daher aus Gründen des Gewässerschutzes und des Schutzes für den Lebensraum Gewässer geboten“, erklärt Jörg Gantzer, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Waldshut.

    Das Entnahmeverbot gilt sowohl für alle Wasserentnahmen im Rahmen des Gemeingebrauchs als auch für alle bisher wasserrechtlich erlaubten Wasserentnahmen für die Bewässerung und Beregnung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau. Das Landratsamt Waldshut – Amt für Umweltschutz – kann hier als untere Wasserbehörde in Fällen unbilliger Härte aber eine widerrufliche Ausnahme erteilen, soweit eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit ausgeschlossen ist.

    Betroffen sind alle Wasserentnahmen aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen und Triebwerkskanälen als auch aus Weihern und Seen. Derzeit von Verbot ausgenommen sind lediglich die Entnahmen aus dem Rhein und aus dem Grundwasser im erlaubten Umfang. Mit der Maßnahme sollen die Tiere und Pflanzen in den Gewässern vor einem weiteren Absinken der Wasserstände geschützt werden. Die niedrigen Wasserstände, verbunden mit zum Teil nach wie vor hohen Wassertemperaturen und damit einhergehend geringen Sauerstoffgehalten sind nach wie vor kritisch für Wasserorganismen, insbesondere für bestimmte Fischarten wie Äsche und Forellen. Wer in dieser für viele Fische und Kleinklebewesen kritischen Situation das Verbot ignoriert, riskiert ein empfindliches Bußgeld bis 10.000 EUR.