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    02.08.2018

    Generelles Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer im Landkreis Waldshut

    Ab dem 04.08.2018 gilt im Landkreis Waldshut ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern.

    Laut Wetterprognose für die nächsten 2 Wochen ist nicht mit einer nennenswerten Abkühlung bzw. mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen. Das Landratsamt Waldshut hat daher per Allgemeinverfügung (http://www.landkreis-waldshut.de/?id=4942) jegliche Wasserentnahme aus Oberflächengewässern untersagt. Das Verbot gilt zunächst bis 31.08.2018. Je nach Wetterlage in der 2. Augusthälfte wird eine Aufhebung der Allgemeinverfügung geprüft werden.

    Die Wasserstände von Bächen und Flüssen sind jetzt in einem kritischen Bereich abgekommen. „Durch die anhaltende Trockenheit seit etlichen Monaten und die weiterhin hochsommerlichen Temperaturen sind die Wasserstände von Bächen und Flüssen so zurück gegangen, dass ein generelles Wasserentnahmeverbot unausweichlich war“, erklärt Jörg Gantzer, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Waldshut.

    Das Entnahmeverbot gilt sowohl für alle Wasserentnahmen im Rahmen des Gemeingebrauchs als auch für alle bisher wasserrechtlich erlaubten Wasserentnahmen für die Bewässerung und Beregnung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau. Das Landratsamt Waldshut – Amt für Umweltschutz – kann hier als untere Wasserbehörde in Fällen unbilliger Härte aber eine widerrufliche Ausnahme erteilen, soweit eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit ausgeschlossen ist.

    Betroffen sind alle Wasserentnahmen aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen und Triebwerkskanälen als auch aus Weihern und Seen. Derzeit von Verbot ausgenommen sind lediglich die Entnahmen aus dem Rhein und aus dem Grundwasser im erlaubten Umfang.

    Die anhaltend hochsommerlichen Temperaturen und die niedrigen Pegelstände führen zu sehr hohen Wassertemperaturen und in der Folge zu einem verringerten Sauerstoffgehalt, was insbesondere den Fischen große Probleme bereitet. Wer in dieser für viele Fische und sonstige Kleinklebewesen kritischen Situation das Verbot ignoriert, riskiert ein empfindliches Bußgeld bis 10.000 EUR.