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    14.03.2019

    Kleinprivatwald im Fokus – Forstminister Peter Hauk MdL und Abteilungspräsident Martin Strittmatter beantworten Fragen zu den Auswirkungen der Forstreform

    Knapp 100 Zuhörer waren ins Haus des Gastes in Ühlingen-Birkendorf gekommen, um aus erster Hand Informationen zu den Auswirkungen der Forstreform zu erhalten. Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, war aus Stuttgart angereist und nahm sich viel Zeit für die Sorgen und Anregungen der anwesenden Privatwaldbesitzer. Neben Landrat Dr. Martin Kistler waren auch der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner, die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Murgs Bürgermeister Adrian Schmidle, der zugleich Vorsitzender der Waldgenossenschaft Südschwarzwald ist, sowie zahlreiche Kollegen anwesend.

    Kein Landkreis in Baden-Württemberg habe so viel Kleinstprivatwald und so viele Kleinstprivatwaldbesitzer wie Waldshut, führte Landrat Dr. Martin Kistler aus. Jeder zehnte Einwohner im Landkreis ist Privatwaldbesitzer, mehr als 18.000 Kleinprivatwaldbesitzer in 52.000 Waldflurstücken bewirtschaften 42% der Waldfläche. 60% der Privatwaldbetriebe sind kleiner als 1 ha und 90% der Privatwaldbetriebe sind kleiner als 5 ha.

    Die Redner waren sich einig, dass vor allem die Kleinstprivatwaldbesitzer weiter wie bisher auf die Unterstützung aus Politik und Forstverwaltung angewiesen seien. Nur so könnten sie ihre vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben erfüllen.

    Der Privatwald sei für ihn prioritär, betonte Minister Peter Hauk. „Es ist das erklärte Ziel der Landesregierung, die Waldeigentümer bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen und zu fördern. Das gute baden-württembergische Fördersystem soll erhalten, aber bestmöglich auf die neuen Rahmenbedingungen umgestellt werden. Ein unbürokratisches Verfahren ist unser Ziel. Mit dem neuen Landeswaldgesetz wird es unter dem Strich keine materiellen Verschlechterungen geben“, betonte Minister Hauk. Klar sei allerdings auch, dass das Land auf Grund des geänderten Bundeswaldgesetzes und des Kartellverfahrens nicht um Änderungen umhinkomme. Dies betreffe allerdings nicht nur Baden-Württemberg, sondern alle Deutschen Länder.

    Der Minister sagte, dass in Baden-Württemberg heute schon die privatwaldfreundlichsten Gesetze und Förderungen existierten. „Ich habe den Anspruch, dass das auch nach der Reform so bleibt“, sagte er.

    Der Minister äußerte sich zuversichtlich, dass es im neuen Waldgesetz für die Privatwaldbesitzer keine weiteren Verpflichtungen, beispielsweise für höhere Totholzanteile, geben werde.