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    Standort Zentralklinikum: Ergebnisse liegen vor

    Die Standortsuche ist in der entscheidenden Phase. Die Grundstückskommission des Kreistages hat ihre Beratungen abgeschlossen und die Ergebnisse des Bewertungsverfahrens vorgelegt. Der Standort Albbruck wird favorisiert. Die Beratungen darüber und der Entscheid sind Gegenstand einer öffentlichen Sitzung des Kreistags am 27.März 2019.

    Die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Standortsuche und das Bewertungsverfahren finden Sie im Folgenden:

    Welches Vorgehen liegt der Standortwahl zugrunde?

    Der Kreistag hat eine Grundstückskommission eingesetzt (bestehend aus Landrat Dr. Kistler sowie den Kreisrätinnen und Kreisräten Manfred Weber, Dr. Rainer Kaskel, Ira Sattler, Ruth Cremer-Ricken, Antonia Kiefer, Karin Rehbock-Zureich, Volker Jungmann und Klaus Denzinger). Die Kommission hat gemeinsam mit der Verwaltung eine sogenannte Standortmatrix erarbeitet, mit der sich eine Bewertung der nach einer Vorabprüfung noch verbleibenden sechs Standorte ermittelt werden konnte.

    Was ist eine Standortmatrix?
    Die Verwaltung hat einen Kriterienkatalog erstellt, bestehend aus 16 Faktoren, die für einen Klinikstandort von Bedeutung sind. Als nächster Schritt erfolgte eine Gewichtung der Faktoren von 1 (weniger wichtig) bis 5 (sehr wichtig). Die Punktzahl je Kriterium, die für jeden Standort ermittelt wird, ergibt sich aus Gewichtung x Bewertung.

    Wie lief das Bewertungsverfahren?
    In einer gemeinsamen Sitzung der Grundstückskommission des Kreistages und der federführenden Verwaltung wurde jeder einzelne Standort betrachtet und bewertet. Sowohl in der Gewichtung als auch in der Bewertung der einzelnen Faktoren herrschte im Gremium Einigkeit.

    Was sind die wichtigsten Standortfaktoren?
    Die 16 Faktoren wurden in vier Hauptkriterien zusammengefasst: 1. Grundstück, 2. Lage, 3. Umweltfaktoren, 4. Kosten. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die Erreichbarkeit, die Patientenströme, die Fläche und die Verfügbarkeit des Grundstückes.

    Wie wurden die einzelnen Kriterien ermittelt? 
    Zahlen und Angaben für die einzelnen Kriterien wurden von Gutachtern und den involvierten Fachleuten von Umweltamt, Baumt, Amt für Wirtschaftsförderung und Vermessungsamt ermittelt. Hinzugezogen wurden außerdem das Datenmaterial des Klinikums Hochrhein, aber auch Daten aus geografischen Informationssystemen und verschiedenen Umweltinformationen. Aus dem gesammelten Material lassen sich aussagekräftige Werte ableiten.

    Gibt es einen klaren Favoriten?
    Ja. Der Standort Albbruck führt die Bewertungsskala mit deutlichem Vorsprung an. Albbruck hat in allen von der Kommission und der Verwaltung als sehr wichtig und wichtig gesetzten Voraussetzungen (Lage, Größe, Erreichbarkeit,) mehr oder gleich viele Punkte wie die Mitbewerber.

    Wie schneidet der bestplatzierte Standort bei der Erreichbarkeit ab?
    Die Lage von Albbruck ist gut. Für die östlichen Gemeinden gibt es kaum eine nachteilige Veränderung zum bisherigen Standort Waldshut, der Weg verlängert sich nur minimal, zudem ist die Strecke Waldshut-Albbruck gut ausgebaut. Das heißt: vom Westen her ist der Standort eine Verbesserung und vom Osten her keine Verschlechterung.

    Wann liegen die Umweltgutachten vor?
    Das Lärmgutachten für die möglichen Standorte liegt bereits vor. Das naturschutzfachliche Gutachten wird erst im Sommer 2019 fertig sein, da eine gesamte Vegetationsperiode kartiert werden muss. Auf der Grundlage der bis heute vorliegenden naturschutzfachlichen Erhebungen ist jedoch eine belastbare Beurteilung möglich.

    Wie sieht das weitere Vorgehen aus?
    Der endgültige Entscheid liegt beim Kreistag und soll am 27. März 2019 in einer öffentlichen Sitzung gefällt werden.