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    Peter Hauk, MdL, Minister für Ländlichen Raum, zu Besuch im Landkreis Waldshut

    Der Landkreis Waldshut ist von den Wetterextremen und den Schäden, die durch den Borkenkäfer entstanden sind, besonders betroffen. Anlass für Peter Hauk, MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, den Landkreis zu besuchen. Das Treffen fand in Ühlingen-Birkendorf statt. Mit dabei waren Felix Schreiner, MdB, Landesforstpräsident Max Reger und Prof. Konstantin v. Teuffel, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg sowie Landrat Dr. Kistler und die Bürgermeister Schmidle aus Murg und Gantert aus Eggingen, weitere Vertreter des Regierungspräsidiums Freiburg, des BLHV, der Forstkammer und des nichtamtlichen Naturschutzes. Sie und die vielen Privatwaldbesitzer, die gekommen waren, konnten sich ein Bild von den umfangreichen Waldschäden machen.

    Anhand zweier Waldbilder informierte das Kreisforstamt über das ungeheure Ausmaß der Borkenkäferkalamität und der Trocken- und Hitzeschäden im kreisweiten Waldshuter Wald.

    Einen Überblick verschafften sich die Anwesenden zunächst an der Berghausstraße mit Blick auf das Schlüchttal und den Gemeinde- und Privatwald in Ühlingen. Zunehmend flächig mit dürren Fichten und Tannen durchbrochene Bestände zeigen an dieser Stelle deutlich die Dynamik und Dramatik der voranschreitenden Borkenkäfermassenvermehrung. In seinem Grußwort dankte Tobias Gantert, Bürgermeister der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf, Herrn Minister Hauk für sein Kommen und forderte eine schnelle und unbürokratische Hilfe durch das Land für die zahlreichen Waldbesitzer.

    Im Wutöschinger Gemeindewald mahnten Norbert Schwarz, Geschäftsführer der Waldgenossenschaft Südschwarzwald, und Andreas Isele, Vorsitzender der FBG Mettmatal, ebenfalls mehr konkrete Unterstützungsmaßnahmen an. Alle Beteiligten seien in der momentanen Situation überfordert, denn durch die Flut an Käferholz aus weiten Teilen Mitteleuropas sei der Holzmarkt überschwemmt und kaum noch eine kostendeckende Holzaufarbeitung möglich.

    Herr Minister Hauk zeigte Verständnis für die Anliegen und äußerte sich ebenso besorgt angesichts der bedrückenden Situation vor Ort. Er sicherte weitere Hilfen durch das Land zu, machte aber deutlich, dass er diese erst abstimmen und sich zusätzlich ein Bild von anderen Landesteilen machen müsse, um geeignete Hilfspakete schnüren zu können.

    Landrat Dr. Martin Kistler bedankte sich bei Herrn Minister Hauk für den Besuch. Angesichts der notwendigen Verkehrssicherung müssten auch Regelungen für die vielen Talstraßen gefunden werden, betonte der Landrat. Die Wiederbewaldung werde eine Jahrhundertaufgabe. Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung könne nur gemeinsam und mit Hilfe des Landes zu bewältigt werden.