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Der Wirtschaftsstandort

StoGebaeude 06

In den Tälern von Rhein, Wutach und Wehra haben sich seit Mitte des vorletzten Jahrhunderts viele kleine und mittlere Produktions- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Aber auch in den ländlichen Gebieten des Südschwarzwalds produzieren hochspezialisierte, innovative Industriebetriebe, die überwiegend aus traditionellen Familienunternehmen hervorgingen.

Die Schönheit der Landschaft und ihren hohen Freizeitwert genießen jährlich über 400.000 Ferien- und Kurgäste. Tourismus und Gesundheitswesen sind besonders im Hochschwarzwald und am Hochrhein wichtige Wirtschaftsfaktoren.

Die nahe gelegenen Universitätsstädte Zürich, Basel, Freiburg und Konstanz bieten eine vielfältige Forschungs- und Hochschulinfrastruktur und internationale Kultur- und Konsumangebote. Die Grenzlage und die relativ großen Entfernungen zu den nationalen Wirtschaftszentren kompensiert der Landkreis Waldshut durch besondere Anstrengungen in der Wirtschaftsförderung und durch regionale Kooperationen, unter anderem in der Wirtschaftsregion Südwest GmbH, der Hochrheinkommission und der Randenkommission

Innovative Unternehmen - aktive Beschäftigte

Dogern Eingang

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen den Landkreis. 85 % der Beschäftigten arbeiten in Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeiter. Zu den größten Arbeitgebern (ca. 500 bis 1000 Beschäftigte) gehören Dunkermotoren Bonndorf, Aluminiumwerke Wutöschingen, Sparkasse Hochrhein, Spital Waldshut, Sto AG (Stühlingen), VITA Zahnfabrik (Bad Säckingen) und das Landratsamt Waldshut. Weitere 25 -30 Unternehmen beschäftigen zwischen 150 und 500 Mitarbeiter, zum Beispiel Feinwerktechnik hago (Küssaberg), Franke (Bad Säckingen), Freudenberg (Görwihl), Grieshaber Logistics (Bad Säckingen), H. C. Starck (Murg/Laufenburg), Lauffenmühle (Lauchringen), Novartis (Wehr), Aebi-Schmidt (St. Blasien), Sedus Stoll (Waldshut/Dogern).

Von rund 84.000 Erwerbstätigen im Landkreis sind 47.000 in Deutschland ver- sicherungspflichtig beschäftigt, rund 10.000 sind selbstständig und rund 14.000 Personen arbeiten als Grenzgänger in der Schweiz. 63.000 Landkreisbewohner (49.000 Berufspendler und 14.000 Schüler und Auszubildende) „pendeln“ werktäglich zur Arbeit oder Ausbildung, davon rund 20.000 mit Bus und Bahn.

Zwei Drittel der Beschäftigten im Landkreis arbeiten im Dienstleistungssektor  (Gesundheits-/ und Sozialwesen, Handel, Tourismus, Logistik und Energie- versorgung). Schwerpunkte im Produzierenden Gewerbe sind Metallbearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie- und Textilindustrie sowie Holz- und Kunststoffverarbeitung. Das Handwerk stellt mit rund 2.000 Betrieben und 20.000 Beschäftigten eine starke Säule der Wirtschaft.

Trotz des verdichteten Wirtschafts- und Siedlungsraumes am Hochrhein und im Wutachtal ist der Landkreis insgesamt recht dünn besiedelt, in großen Teilen noch waldbedeckt und land- oder forstwirtschaftlich genutzt.

Für private und kommunale Investitionsvorhaben können teilweise Zuschüsse und Kreditprogramme der EU, des Bundes und des Landes Baden-Württemberg genutzt werden. Nähere Informationen erteilt das Landratsamt (Amt für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr).


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