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    18. März bis 8. Juli 2018: Die Kunst der Linie: Rainer Nepita und Armin Göhringer

    Die erste Bonndorfer Ausstellung der Saison 2018 rückt einen Dialog zweier Künstler in den Mittelpunkt: jenen zwischen Rainer Nepita und Armin Göhringer. Die beiden kennen sich nicht nur gut, sondern sind sich auch mit Blick auf ihre Arbeiten nahe. Obwohl sie mit unterschiedlichen Materialien und Medien arbeiten, sind Linien für ihre Werke konstitutiv.
     
    Rainer Nepita wurde 1954 in Schweinfurt geboren und studierte von 1977 bis 1983 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste bei Professor Peter Dreher. 1988 erhielt er das Stipendium der KunststiftungBaden-Württemberg für Literatur. Rainer Nepita wurde für sein künstlerisches Werk
    vielfach ausgezeichnet. Florale Formen, Blätter und Blüten bestimmen Rainer Nepitas Bildsprache. Er führt uns immer wieder aufs Neue vor Augen, wie vielfältig und wandelbar einfache Formen sein können, wenn sie meisterhaft inszeniert werden. Es sind „Blätter und Blüten, die über dem Bildgrund zu schweben scheinen, man vermeint vegetabile Formen zu erkennen – und doch ist alles Linie…“

    Bei Rainer Nepita „liegt das Experiment zugrunde, wie sich die Linie verhält, wenn man sie unterschiedlich farbig fasst, sie auf dunklem oder hellem Grund hervortreten lässt oder auch auf einer ähnlich gefärbten Fläche einbindet. So offenbart sich der Raum mit einer Tiefe, die bei längerer Betrachtung eine unerwartete Sogwirkung entfaltet. Die vegetabilen Formen Nepitas entwickeln eine stille meditative Dynamik, die sich aus der Naturbetrachtung speist.“
    (Dr. Katrin Hesse)

    Seit der Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts beschäftigt sich der Bildhauer Armin Göhringer mit der Polarität von sich kreuzenden Strukturen. Furchen mit der Kettensäge in Vorder- und Rückseite des Holzes eingekerbt, erzeugen Linien, deren Schnittpunkte zu Lichtöffnungen und zu neuen Räumen führen. Leicht und schwer zugleich erscheinen die neueren Skulpturen Armin Göhringers. Schaut man genauer hin, wird offenbar, dass es bei seinen Arbeiten um ein fein austariertes Gleichgewicht geht. Das Tragen von Lasten, Druck und Gegendruck, Masse und Leere ergeben ein dialektisches Zusammenspiel. Dabei geht es Göhringer nicht um formale Spielereien, sondern um Spiegelbilder unserer Welt. Armin Göhringer geht an die Grenzen seines Materials. Dadurch kommt Bewegung in seine Skulpturen: „Schwere Elemente balancieren auf dünnen Stegen, Formen schmiegen sich aneinander, halten und stützen sich im labilen Gleichgewicht.“
    (Ursula Keller)

    Die Ausstellung wird unterstützt von: Badische Staatsbrauerei Rothaus AG, Artregio
    SparkassenVersicherung, Hubert Burda Stiftung, Energiedienst Holding AG, Hectronic (Bonndorf), MBM Druckteam GmbH St. Blasien, Badische Zeitung, SÜDKURIER und vom Freundes und Förderkreis Schloss Bonndorf.

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