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    Löschwasserversorgung

    Immer wenn ein Baugebiet erschlossen werden soll, muss neben der Trinkwasserversorgung, der Abwasserentsorgung sowie der Energie- und Kommunikationsversorgung auch die Löschwasserversorgung geklärt werden. Die Löschwasserversorgung umfasst neben der ausreichend dimensionierten Löschwassermenge auch die notwendigen Entnahmestellen (Hydranten).

    Für eine ausreichende Löschwasserversorgung ist die Gemeinde verantwortlich. Die Löschwassermenge orientiert sich an der Art und dem Ausmaß der beabsichtigten Nutzung. So wird in einem Kleinsiedlungsgebiet weniger Löschwasser benötigt als in einem Gewerbe- und Industriegebiet. Wird eine brandgefährlichere oder intensivere Nutzung eines Grundstückes im Rahmen der Baugenehmigung beantragt, dann kann auch der Bauherr zur ergänzenden Löschwasserversorgung herangezogen werden. Die Gemeinde muss dann nur für den allgemeinen Grundschutz sorgen.

    Grundsätzlich wird das Löschwasser aus dem Trinkwassernetz entnommen. Kann nur ein Teil aus dem öffentlichen Trinkwassernetz bereitgestellt werden, kann das ergänzende Löschwasser auch in unterirdischen Behältern, Zisternen oder Löschwasserteichen bereitgestellt werden. Alternativ zu den dann fehlenden Hydranten müssen in diesem Fall Löschwasserentnahmestellen eingerichtet werden. Das Löschwasser muss ganzjährig ungehindert zur Verfügung stehen. Das heißt, dass auch bei längeren Frostperioden die Reservoirs nicht zugefroren sein dürfen.

    Die Feuerwehren entnehmen das Löschwasser primär aus den bereit gestellten Löschwasserentnahmestellen. Bei größeren Bränden mit einem sehr hohen Löschwasserbedarf müssen die Feuerwehren ihre Löschwasserversorgung auf eine unerschöpfliche Quelle umstellen. Dies sind Bäche, Flüsse, Teiche oder sonstige Wasserstellen. Es ist technisch ausgeschlossen, dass die Feuerwehren verschmutztes Wasser in das Trinkwassernetz einleiten.

    Ansprechpartner

    Thomas Santl
    Telefon: 07751/86-2115
    Fax: 07751/86-1955
    E-Mail senden: