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    Katastrophenschutz

    Der Katastrophenschutz ist eine Länderangelegenheit und für Baden-Württemberg im Katastrophenschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg (LKatSG) geregelt. Die Katastrophenschutzbehörden haben die Aufgabe, Katastrophen abzuwehren („Katastrophenmanagement") und dafür notwendige, spezielle Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

    Katastrophen sind Geschehen, die das Leben oder die Gesundheit zahlreicher Menschen, erhebliche Sachwerte oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung in ungewöhnlichem Maß gefährden oder schädigen und die ein Zusammenwirken von Behörden, Stellen und Organisationen unter der einheitlichen Leitung einer Katastrophenschutzbehörde erfordern (§ 1 LKatSG).

    Das Landratsamt ist als Untere Katastrophenschutzbehörde grundsätzlich für den Katastrophenschutz im Gebiet des Landkreises Waldshut zuständig. Bei kreisüberschreitenden Ereignissen oder im Hinblick auf den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen liegt die Zuständigkeit jedoch beim Regierungspräsidium als der Höheren Katastrophenschutzbehörde.

    Als vorbeugende Maßnahme ist die Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen besonders wichtig. Diese Pläne sollen eine schnellstmögliche Alarmierung und einen optimalen Einsatz von Hilfskräften im Ereignisfall sicherstellen. Bei der Erstellung der Pläne orientiert sich die Untere Katastrophenschutzbehörde am jeweils vorhandenen Gefährdungspotential. Eine Besonderheit für den Landkreis Waldshut besteht beispielsweise in der rd. 150 km langen Grenze zur Schweiz, der Lage am Rhein, wie auch der Häufung kerntechnischer Anlagen in Grenznähe.

    Für Katastrophenfälle und schwerwiegende Schadensereignisse hat das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg unter der Internetadresse www.infodienst-bw.de einen Sonder-Informationsdienst eingerichtet, um Bevölkerung und Medien umfassend und aktuell mit gesicherten Informationen zu versehen. Auf dieser Seite finden Sie nur dann Informationen, wenn tatsächlich Katastrophen und größere Schadensereignisse eingetreten sind.

    Weiteres zum Thema Katastrophenschutz finden Sie auch auf der Seite Innenministerums Baden-Württemberg oder des Bundesministeriums des Inneren (BMI).

    Zivilschutz / Bevölkerungsschutz

    Der Katastrophenschutz im Frieden, etwa bei Naturkatastrophen, Unfällen, Seuchen, ist Ländersache. Den Katastrophenschutz im Verteidigungsfall, den so genannten Zivil- oder Bevölkerungsschutz, führen die Länder dagegen im Auftrag des Bundes aus.

    Unter Zivilschutz versteht man den Schutz der Bevölkerung, ihrer Wohnungen und Arbeitsstätten, lebens- oder verteidigungswichtiger ziviler Dienststellen, Betriebe, Einrichtungen und Anlagen sowie des Kulturgutes durch nichtmilitärische Maßnahmen vor Kriegseinwirkungen und der Beseitigung der Folgen. Ein wesentliches Element der neuen Konzeption zivile Verteidigung zum Schutz der Bevölkerung ist die Fähigkeit der Bürger, sich, ihre Familien und ihre Nachbarn vorbeugend und beim Eintritt von Gefahren selbst zu schützen. Behördliche Maßnahmen sollen lediglich die Selbsthilfe der Bevölkerung ergänzen.

    Bürgerinnen und Bürger können sich anhand der in mehreren Sprachen verfügbaren Ratgeber "Notfallvorsorge" intensiv über Maßnahmen und Vorkehrungen informieren. Auf der Seite des BBK (Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) Link können Sie auch eine Vielzahl von Merkblättern zu verschiedensten Themenbereichen abrufen, z.B. Vorsorge bei Energieausfall, Hausapotheke, Handeln im Notfall, Verhalten bei Hochwasser etc.

    Weitere Links: 

       

    • In Deutschland ist seit dem 1. Mai 2004 das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf Bundesebene für den Zivilschutz zuständig. Das BBK berücksichtigt alle Bereiche der zivilen Sicherheitsvorsorge fachübergreifend und verknüpft sie zu einem wirksamen Schutzsystem für die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen.
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    • Weitere Informationen über Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe können Sie den Seiten des Bundesministerium des Inneren (BMI) entnehmen.
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    Downloads:

    Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen 

    Checkliste für Notfallvorsorge

    Ansprechpartner/in:

    Petra Hall
    Telefon: 07751/86-2100
    E-Mail senden

    Georg Lang
    Telefon: 07751/86-2109
    E-Mail senden