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    Kerntechnische Anlagen

    Mehrere kerntechnische Anlagen der Schweiz befinden sich in unmittelbarer Grenznähe, so die Kernkraftwerke Leibstadt und Beznau, die Zwischenlager bei den Kernkraftwerken, das Zentrale Zwischenlager in Würenlingen sowie die nuklearen Einrichtungen am Paul Scherrer Institut (PSI), ebenfalls in Würenlingen. Das Kernkraftwerk Gösgen liegt etwa 25 km von der Grenze entfernt.

    Diese Anlagen werden überwacht durch das Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), der Nachfolgeorganisation der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK).

    Bereits im Jahr 1983 wurde die „Deutsch-Schweizerische Kommission für die Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen" (DSK) gegründet. Die Kommission befasst sich mit allen wichtigen Fragen der nuklearen Sicherheit, des Strahlenschutzes, des Notfallschutzes. Gesprächspartner sind auf Schweizer Seite das Bundesamt für Energie (BFE) und das ENSI sowie Vertreter berührter schweizerischer Kantone und Bundesbehörden. Auf deutscher Seite gehören das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) und die atomrechtlichen Behörden des Landes Baden-Württemberg (Umweltministerium Baden-Württemberg und Regierungspräsidium Freiburg) der Kommission an. Auch das Landratsamt Waldshut nimmt an den Sitzungen der DSK sowie einzelner Unter-Arbeitgruppen teil.

    Da eine umfassende und kurzfristige Information über in grenznahen Anlagen eingetretene Ereignisse besonders wichtig ist, bestehen ständig geschaltete, besondere Telefonleitungen, um eine jederzeitige und ungestörte Verbindung sicherzustellen.

    Das Regierungspräsidium Freiburg hat Ende 2009 die Broschüre "Notfallschutz - Ein Ratgeber für die Bevölkerung" mit Informationen über Schutzmaßnahmen im Falle eines Unfalls in den grenznahen schweizerischen Kernkraftwerken Beznau und Leibstadt überarbeitet. Die Überarbeitung der Broschüre wurde mit der Neukonzeption für die Verteilung von Jodtabletten und durch die Neufassung der Rahmenempfehlungen des Bundes im Dezember 2008 notwendig.

    Ansprechpartner/in

    Petra Hall
    Telefon: 07751/86-2100
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    Georg Lang
    Telefon: 07751/86-2109
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