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    Aktuelle Rechtslage und Einbürgerungsvoraussetzungen

    Ein Ausländer, der in Deutschland lebt, hat unter bestimmten Voraussetzungen (siehe unten) einen Anspruch auf Einbürgerung nach §§ 10 ff des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG).

    Er kann, auch wenn ein Anspruch auf Einbürgerung nicht besteht, unter bestimmten Voraussetzungen die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung im Ermessenswege (§§ 8 und 9 StAG) erlangen. Ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung muss gegeben sein.

    Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt 255,00 EUR . Die Gebühr für die Miteinbürgerung von minderjährigen Kindern ohne eigene Einkünfte beträgt jeweils 51,00 EUR.

    Einbürgerungsanträge sowie nähere Informationen erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch durch die Staatsangehörigkeitsbehörde.

    Durch das am 28. August 2007 in Kraft getretene Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union haben sich auch einige Änderungen im Einbürgerungsrecht ergeben. Diese Änderungen gelten für alle Einbürgerungsanträge, die nach dem 30. März 2007 gestellt worden sind. Im Folgenden werden die wichtigsten gesetzlichen Änderungen kurz dargestellt:

       

    • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
      Erforderlich ist regelmäßig der Nachweis von mündlichen und schriftlichen Sprachkenntnissen auf dem Niveau der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.
      Nähere Informationen zu ausreichenden Deutschkenntnissen erhalten Sie hier:
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    • Nachweis der Sicherung des Lebensunterhalts für Personen unter 23 Jahren
      Auch Personen unter 23 Jahren müssen ihren Lebensunterhalt bestreiten können, ohne dass sie Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehen.

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    • Hinnahme von Mehrstaatigkeit bei Bürgern aus der EU und der Schweiz
      EU-Bürger sowie Schweizer Staatsbürger können in Deutschland eingebürgert werden, ohne dass sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben müssen. Einschränkungen bestehen hinsichtlich folgenden Ländern: Dänemark, Niederlande, Österreich, Spanien, Tschechische Republik.
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    • Strengere Bagatellstrafgrenzen
      Ein Anspruch auf Einbürgerung ist bei einer strafrechtlichen Verurteilung zu einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder bei einer Verurteilung zu mehr als drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung ausgeschlossen. Mehrere Verurteilungen werden zusammen gerechnet.
    • Verkürzte Aufenthaltsfrist bei besonderen Integrationsleistungen
      Beim Vorliegen besonderer Integrationsleistungen kann der erforderliche rechtmäßige Daueraufenthalt in Deutschland von acht auf sechs Jahre verkürzt werden.

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    • Einbürgerungstest
      Neu eingeführt wurde als Voraussetzung für eine Einbürgerung der Nachweis über Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland.
      Nähere Informationen zum Einbürgerungstest erhalten Sie hier:
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    Für die Einbürgerung müssen grundsätzlich folgende Voraussetzungen vorliegen:

       

    • 8 Jahre rechtmäßiger und gewöhnlicher Aufenthalt (bei erfolgreicher Teilnahme an einem Integrationskurs: 7 Jahre)
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    • Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung
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    • keine verfassungsfeindlichen Betätigungen
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    • Besitz eines unbefristeten Aufenthaltsrechts oder einer Aufenthaltserlaubnis nach dem Aufenthaltsgesetz
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    • der Lebensunterhalt muss ohne Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Sozialgesetzbuch bestritten werden können
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    • Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit
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    • keine Verurteilung wegen Straftaten
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    • ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache
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    • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung
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    Ehegatten und minderjährige Kinder können mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht 8 Jahre rechtmäßig und gewöhnlich im Inland aufhalten. Ehegatten von deutschen Staatsangehörigen können bereits nach 3-jährigem rechtmäßigen und gewöhnlichen Aufenthalt die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen. Die Ehe muss aber seit mindestens 2 Jahren bestehen.

    Ehemalige deutsche Staatsangehörige können bereits nach 2-jährigem ununterbrochen rechtmäßigen und gewöhnlichen Inlandsaufenthalt die Einbürgerung beantragen.

    Verfahrensablauf:

    Einbürgerungsanträge sowie nähere Informationen erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch durch die Staatsangehörigkeitsbehörde.

     

    Ansprechpartnerinnen

    Angelika Stein
    Telefon: 07751/ 86-2130
    E-Mail senden

    Susanne Bächle
    Telefon: 07751/ 86-2131
    E-Mail senden