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    Betreuungsbehörde

    Rechtliche Betreuung für Volljährige

    Viele Menschen sind im letzten Abschnitt ihres Lebens nicht nur auf die Hilfe anderer angewiesen, sondern auch oftmals nicht mehr in der Lage, teilweise oder ganz ihre rechtlichen Angelegenheiten zu regeln. Gleiches trifft auch auf jüngere erwachsene Menschen zu, die wegen körperlicher, geistiger, seelischer oder psychischer Erkrankung Hilfe bei der Abwicklung der Rechtsangelegenheiten benötigen.

    In diesem Falle wird dem Betroffenen vom zuständigen Amtsgericht bzw. Betreuungsgericht ein rechtlicher Betreuer zur Seite gestellt.

    Arbeitsschwerpunkte:

       

    • Beratung und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlicher Betreuer sowie Berufsbetreuer
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    • Unterstützung der Betreuungsgerichte
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    • Information der Bevölkerung über rechtliche Betreuungen, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen
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    Ansprechpartner/innen:

    Andrea Zeiser, Telefon: 07751/86-4218, E-Mail senden

    Bertram Weis, Telefon: 07751/86-4251, E-Mail senden 

    Thomas Altmeyer, Telefon: 07751/86-4246, E-Mail senden

    Frank Fenske, Telefon: 07751/86-4268, E-Mail senden

     

    Rechtliche Betreuung:

    Seit Inkrafttreten des Betreuungsrechts (1992) kann niemand mehr entmündigt werden. An die Stelle der Vormundschaft über Erwachsene sowie der Gebrechlichkeitspflegschaft ist die Betreuung getreten.

    Die rechtliche Betreuung wird nur für bestimmte Aufgabengebiete erteilt, in denen der Betreute Hilfe benötigt wie beispielsweise in der Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge usw.

    Der Betreuer vertritt den Betreuten in den vom Betreuungsgericht bestimmten Aufgabengebieten. Zur Legitimation erhält der Betreuer einen Betreuerausweis. Eine Betreuung hat nicht zur Folge, dass der Betreute seine Geschäftsfähigkeit verliert.

     

    Vorsorgevollmacht

    Durch eine Vorsorgevollmacht kann möglicherweise die rechtliche, durch Gerichtsbeschluss bestellte Betreuung vermieden werden.

    Mit der Vorsorgevollmacht kann man eine oder mehrere Personen ermächtigen, Angelegenheiten zu regeln, die sonst nur ein durch das Gericht bestellter Betreuer regeln darf.

    In der Vorsorgevollmacht sollte genau benannt sein,

       

    • wer der bzw. die Bevollmächtigte/n sind,
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    • welche Aufgabenbereiche übertragen werden.
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    Für die Vorsorgevollmacht gibt es keine besonderen Formvorschriften. Es ist jedoch ratsam, dass die Vollmacht aus Beweisgründen schriftlich erteilt wird. Die sicherste Form stellt die notarielle Beurkundung dar. Banken erkennen die Vollmacht in der Regel nur dann an, wenn die Unterschrift des Vollmachtgebers bankintern bestätigt oder notariell beglaubigt ist.

    Seit dem 01.07.2005 können auch die Betreuungsbehörden Vorsorgevollmachten beglaubigen.

    Das Vorhandensein einer Vollmacht kann in einem elektronischen Register der Bundesnotarkammer vermerkt werden (www.vorsorgeregister.de).

    Wichtig ist, dass nur eine voll geschäftsfähige Person Vollmachten rechtsgültig erteilen kann.

    Der durch die Vorsorgevollmacht Bevollmächtigte wird im Gegensatz zum rechtlichen Betreuer nicht vom Betreuungsgericht kontrolliert.

     

    Betreuungsverfügung

    Sollten Sie niemanden kennen, dem Sie eine Vollmacht erteilen können, oder gute Gründe haben, eine gerichtliche Kontrolle vorzuziehen, dann schreiben Sie eine Betreuungsverfügung.

    In der so genannten Betreuungsverfügung kann man bereits vorab seine Wünsche, nach denen ein zukünftiger Betreuer handeln soll, niederlegen. In dieser Verfügung bestimmen Sie, wen Sie im Falle der Notwendigkeit zum Betreuer haben möchten. An diese Verfügung soll sich das Betreuungsgericht halten, es sei denn, es sprechen nachvollziehbare Gründe gegen die Einsetzung dieser Person.

    Die Betreuungsverfügung kann, im Gegensatz zur Vollmacht, auch von einer nicht voll geschäftsfähigen Person erteilt werden.

    Es empfiehlt sich, die Betreuungsverfügung beim zuständigen Betreuungsgericht zu hinterlegen.

    Ausführliche Informationen hierzu erteilen die zuständigen Betreuungsgerichte sowie die Betreuungsbehörde des Landratsamtes.

     

    Linkliste:

    Formular Betreuungsanregung

    Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung/Patientenverfügung
    www.bmj.de
    http://www.verwaltung.bayern.de/Gesamtliste-.613.1928150/index.htm

    Broschüren Betreuungsrecht, Patientenverfügung usw.
    www.bmj.de

    Bundesnotarkammer - Zentrales Vorsorgeregister
    www.vorsorgeregister.de

    SKM
    www.skm-waldshut.de

    Amtsgerichte/Betreuungsgerichte
    Waldshut-Tiengen
    www.amtsgericht-waldshut-tiengen.de

    Bad Säckingen
    www.agbadsaeckingen.de

    St. Blasien
    www.agblasien.de