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    Dürfen Asylbewerber arbeiten?

    Ja, grundsätzlich dürfen Asylbewerber nach einer Wartefrist von drei Monaten (Beginn ist die Ausstellung der BÜMA) arbeiten. Die zuständige Ausländerbehörde muss dies jedoch erlauben. Die Zustimmung der Ausländerbehörde wird erst dann hinfällig, wenn eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde. Für die Erteilung einer Arbeitserlaubnis benötigt die Ausländerbehörde eine Stellenbeschreibung der Arbeitsstelle, ausgefüllt vom Arbeitgeber (das Formular finden Sie hier www.fachkraefteallianz-suedwest.de/wp-content/uploads/2016/09/l6019022dstbai454236.pdf). Die Stellenbeschreibung wird bei der Zentralen Auslands- u. Fachvermittlung (ZAV) in Duisburg durch die Ausländerbehörde vorgelegt. Stimmt die ZAV der Beschäftigung zu, wird die Beschäftigungserlaubnis in den Nebenbestimmungen der Aufenthaltsgestattung/Duldung eingetragen.

    Für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten, die ab dem 1. September 2015 einen Asylantrag gestellt haben, gilt ein generelles Beschäftigungsverbot während des Asylverfahrens.

    Sichere Herkunftsländer lt. § 29 a AsylVfG, Stand Oktober 2015: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Republik Kosovo, Mazedonien, (ehemalige jugoslawische Republik) Montenegro, Senegal, Serbien und die EU Mitgliedsstaaten.

    Bei Beschäftigung: Für die Berechnung eines eventuellen Restanspruchs oder die Festsetzung einer Wohnheimgebühr benötigt die Leistungsabteilung der Unteren Aufnahme-/ Eingliederungsbehörde die Lohnbescheinigungen der einzelnen Monate.

    Arbeitsgelegenheiten sind bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern möglich und unterliegen keiner Wartefrist von drei Monaten. Insbesondere für den Betrieb der Gemeinschaftsunterkünfte (z. B. Unterstützung beim Transport von Einrichtungsgegenständen, bei Umzügen, zur Reinigung von Gemeinschaftsräumen, Außenbereiche, Mitarbeit bei Renovierungsarbeiten) sind Arbeitsgelegenheiten möglich. Für diese gemeinnützige Arbeit wird eine Aufwandsentschädigung von 0,80 Euro pro Stunde ausbezahlt. Dabei ist der Umfang der Tätigkeit pro Person auf monatlich maximal 100 Stunden begrenzt. Die Aufwandsentschädigung wird zusätzlich zu den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) gewährt.