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    Wer ist ein Flüchtling, ein Migrant, ein Asylbewerber?

    Völkerrechtlich gibt es hier klare Unterschiede, aber gleichwohl viele verschiedene Definitionen:
    Flüchtling: Als Flüchtling wird zwar umgangssprachlich jeder bezeichnet, der aus einer Notlage seine Heimat verlässt. Juristisch gesehen ist ein Mensch erst ein Flüchtling, wenn er unter die Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonventionen (GFK) fällt.
    Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention definiert einen Flüchtling als Person, die "… aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will . . ."
    http://www.unhcr.de/mandat/genfer-fluechtlingskonvention.html
    http://www.unhcr.org/dach/de/faq-genfer-fluechtlingskonvention/
    Migranten: Laut dem United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) verlässt ein Migrant seine Heimat üblicherweise freiwillig, um seine Lebensbedingungen zu verbessern.
    Asylbewerber: AsylbewerberInnen werden diejenigen genannt, die sich in einem laufenden Asylverfahren befinden. Hier wird ausschließlich vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) überprüft und beurteilt, ob ein Bewerber asylberechtigt ist, ob er den Flüchtlingsstatus zugesprochen bekommt oder ihm beides verweigert wird. Hierfür müssen die AsylbewerberInnen schildern, wie und warum sie verfolgt werden.