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    Förderung aufgrund Energieeinsparung

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) fördern Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Rahmen des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

    Im Interesse einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Energieversorgung, angesichts der nur begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieressourcen sowie aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes fördert die Bundesregierung den Ausbau erneuerbarer Energien im Energiemarkt sowie die Errichtung energetisch optimierter Neubauten und die Sanierung des Gebäudebestandes in energetischer Hinsicht.

    Die anschließende Auflistung soll nur eine grobe Übersicht über die zur Verfügung stehenden Förderprogramme geben.

    Förderung erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz EEG)

    Unterschieden wird zwar nach Windkraft, Biomasse, Biogas und Photovoltaik; vom Grundsatz her funktioniert die Förderung nach EEG aber immer gleich. Die von Ihnen getätigten Investitionen werden durch eine Einspeisevergütung des erzeugten Stromes gefördert. Die Energieunternehmen sind unter bestimmten Maßgaben gesetzlich zur Abnahme und Vergütung verpflichtet und das über einen Zeitraum von 20 Jahren hinweg. Seit 2007 gelten z.B. für Photovoltaik-Anlagen auf und an Gebäuden oder Lärmschutzwänden folgende Sätze:

    • 49,21 ct/kWh für die ersten 30 kWp*
    • 46,82 ct/kWh für 30 kWp bis 100 kWp*
    • 46,30 ct/kwh ab 100 kWp*

    Für Fassadenanlagen werden 5 ct/kWh zusätzlich gezahlt, also maximal 54,21 ct/kWh.

    *kWp = Kilowatt Peak, die Spitzenleistung Ihrer Solaranlage.

    Die Höhe variiert in Abhängigkeit von der Erzeugungsart und dem Jahr, in dem die Anlage in Betrieb genommen wird. Die Vergütung wird in der Regel von Jahr zu Jahr geringer, die Anlagen aber auch von Jahr zu Jahr günstiger in der Anschaffung.

    Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrem zuständiges EVU oder Netzbetreiber oder unter http://www.erneuerbare-energien.de

    Förderprogramme für Neubauten

    Ökologisch Bauen

    Gefördert werden zweierlei Arten von Wohngebäuden:

    1. Errichtung, Herstellung oder Ersterwerb von KfW-Energiesparhäusern 40 und Passivhäusern. Voraussetzung für eine Förderung der KfW-Energiesparhäuser 40 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Des Weiteren muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mind. 45 % unterschreiten. Voraussetzung für eine Förderung der Passivhäuser ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN und der Jahres-Heizwärmebedarf max. 15 kWh je m2 Wohnfläche beträgt.
    2. Errichtung, Herstellung oder Ersterwerb von KfW-Energiesparhäusern 60 Voraussetzung für eine Förderung der KfW-Energiesparhäuser 60 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 60 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Des Weiteren muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mind. 30 % unterschreiten.

    Diese Voraussetzungen müssen durch einen Sachverständigen nachgewiesen werden.

    Förderbeträge:

    • KfW-Energiesparhäuser 40 und 60 sowie Passivhäuser werden mit 100 % der Bauwerkskosten (Baukosten ohne Grundstück) mit max. 50.000,- EUR je WE, gefördert.
    • Einbau von Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme werden mit 100 % der Investitionskosten, max. 50.000,- EUR je WE, gefördert.

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter http://www.kfw-foerderbank.de

    Neubau von Mietwohnraum

    Gefördert wird der Neubau von Mietwohnungsgebäuden, die die Anforderungen von KfW-Energiesparhäusern 40, KfW-Energiesparhäusern 60 und Passivhäusern erfüllen. Voraussetzung für eine Förderung der KfW-Energiesparhäuser 40 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Des Weiteren muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mind. 45 % unterschreiten. Voraussetzung für eine Förderung der KfW-Energiesparhäuser 60 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf Qp max. 60 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN beträgt. Des Weiteren muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) den in der EnEV angegebenen Höchstwert um mind. 30 % unterschreiten. Voraussetzung für eine Förderung der Passivhäuser ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf max. 40 kWh je m2 Gebäudenutzfläche AN und der Jahres-Heizwärmebedarf max. 15 kWh je m2 Wohnfläche beträgt.

    Die Finanzierung setzt sich aus 2 Bausteinen wie folgt zusammen: 1. Darlehen aus dem KfW-Förderprogramm "Ökologisch bauen". Finanziert werden 100 % der Bauwerkskosten (Baukosten ohne Grundstück), max. 50.000,- EUR je WE. 2. L-Bank-Darlehen, ergänzend zum KfW-Darlehen. Finanziert werden sämtliche Restkosten (Grundstücks-, Bau- und Erschließungskosten).

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Energieeffizientes Bauen in Zusammenarbeit mit der KfW

    Förderprogramme für Sanierung

    Energiesparberatung vor Ort

    Gefördert wird die Vor-Ort-Beratung, die sich umfassend auf den baulichen Wärmeschutz sowie die Wärmeerzeugung und -verteilung unter Einschluss der Warmwasserbereitung und der Nutzung erneuerbarer Energien bezieht und durch einen Ingenieur oder Architekten durchgeführt wird. Die Beratung erfolgt durch die Übergabe und Erläuterung eines schriftlichen Beratungsberichtes.

    Zuschuss für ein Ein- oder Zweifamilienhaus 300,- EUR sowie 360,- EUR für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

    CO2- Gebäudesanierungsprogramm

    Das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist Bestandteil des Nationalen Klimaschutzprogramms und dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO2-Ausstoßes in Wohngebäuden. Neben Wohngebäuden im engeren Sinne sind auch Wohnheime, Alten- und Pflegeheime förderfähig.

    Für Wohngebäude, die bis zum 31.12.1983 fertiggestellt worden sind, erfolgt die Förderung für energetische Sanierungen auf Neubau-Niveau nach Energieeinsparverordnung (EnEV) oder besser, bzw. Unterschreitung des EnEV-Neubau-Niveaus um mind. 30 %. Bei Einhaltung bzw. Unterschreitung der Neubauwerte für den Jahres-Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust nach § 3 der EnEV wird ein Zuschuss in Höhe von 5 % des Zusagebetrages gewährt. Bei Unterschreitung der Werte nach § 3 der EnEV um 30 % und mehr wird ein Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 % des Zusagebetrages gewährt.

    Wohngebäude, die bis zum 31.12.1994 fertiggestellt worden sind, werden im Rahmen von Maßnahmenpaketen, von denen eines von fünf Möglichen gewählt werden muss, gefördert.

    Es ist eine Kredit- wie auch eine Zuschussvariante möglich.

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter http://www.kfw-foerderbank.de

    Wohnraum Modernisieren

    Gefördert werden Maßnahmen an Wohngebäuden sowie Wohn -, Alten- und Pflegeheimen.

    STANDARD-Maßnahmen

    1. Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden
      • bauliche Maßnahmen zur Gebrauchswertverbesserung (z.B. Wohnungszuschnitt, Sanitärinstallation, Wasserversorgung)
      • bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse (z.B. An- und Ausbau von Balkonen/Loggien, Nachrüsten von Aufzügen)
      • Instandsetzungsmaßnahmen zur Behebung baulicher Mängel durch Reparatur und Erneuerung (z.B. Fußböden und Fenster)
      • alten- und behindertengerechter Umbau (u.a. barrierefreies Wohnen)
      • bauliche Maßnahmen nach einem Teilrückbau z.B. Dachaufbau
      • Erneuerung von Heiztechnik durch Zentralheizungsanlagen auf Basis von Gas/Öl- Brennwertkessel einschließlich der unmittelbar dadurch veranlassten Maßnahmen
      • Erneuerung von Heiztechnik durch Zentralheizungsanlagen oder deren Komponenten auf der Basis erneuerbarer Energien, die den Anforderungen der ÖKO-PLUS-Maßnahmen nicht entsprechen, einschließlich der unmittelbar dadurch veranlassten Maßnahmen
    2. Verbesserung der Außenanlagen bei Mehrfamilienhäusern ab 3 Wohneinheiten, z.B. Schaffung von Grünanlagen, gebäudebezogene Außenanlagen, Anlage von Spielplätzen.
    3. Maßnahmen zum Rückbau von leerstehenden, dauerhaft nicht mehr benötigten Mietwohngebäuden in den neuen Ländern und Berlin (Ost) im Rahmen des Stadtumbaus, einschließlich der Maßnahmen für die Freimachung von Wohnungen und für die Herrichtung des Grundstücks zur Wiedernutzung.

    Bei der Durchführung von STANDARD-Maßnahmen sind u.a. die geltenden baulichen Vorschriften der EnEV zu beachten.

    ÖKO-PLUS-Maßnahmen

    Wärmeschutz der Gebäudeaußenhülle

    Dämmung

    • der Außenwände
    • des Daches
    • von obersten Geschossdecken zu nicht ausgebauten Dachräumen
    • der Kellerdecke, von erdberührten Außenflächen beheizter Räume oder von Wänden zwischen beheizten und unbeheizten Räumen

    Erneuerung von Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme

    • solarthermische Anlagen, ggf. inklusive Erneuerung von Zentralheizungen auf Basis von Gas/ Öl (Brennwertkessel)
    • Biomasseanlagen: automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Hierzu zählen Holzpellets, Holzhackschnitzel, Biokraftstoffe, Biogas.
    • Holzvergaser-Zentralheizungen mit Leistungs- und Feuerungsregelung (Wirkungsgrad mind. 90 %)
    • Anlagen zur Versorgung mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (Nah- und Fernwärme, Einzelanlagen, Blockheizkraft, Brennstoffzellen)
    • Wärmeübergabestationen und Rohrnetz bei Nah- und Fernwärme
    • Sonderregelung: Austausch von Kohle-, Öl- und Gaseinzelöfen sowie Nachtspeicherheizungen durch den Einbau von Zentralheizungsanlagen auf Basis Brennwerttechnologie
    • bi- oder trivalenter Heizungssysteme (Nutzung von verschiedenen Energieträgern)
    • Wärmepumpen
    • Abluftanlagen mit geregelten Außenwandluftdurchlässen sowie Lüftungsanlagen mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von mind. 80 %

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter http://www.kfw-foerderbank.de

    Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien

    Das Land Baden-Württemberg fördert den Einbau von heiztechnischen Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien in Wohngebäuden mit bis zu 3 Wohneinheiten (WE). Hierzu werden die Förderkredite der KfW Förderbank aus dem Programm "Ökologisch Bauen" für Neubauten bzw. "Wohnraum Modernisieren Öko-Plus" für Bestandsgebäude von der L-Bank verbilligt angeboten.

    Gefördert werden:

    1. Thermische Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung mit einer Kollektorfläche von mind. 9 m2 bei Flachkollektoren und 6 m2 bei Vakuumröhrenkollektoren, gegebenenfalls inklusive des Einbaus von Zentralheizungen auf Basis von Gas/Öl (nur Brennwertkessel)
    2. Biomasseanlagen: automatisch beschickte Zentralheizungsanlagen, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Hierzu zählen Holzpellets, Holzhackschnitzel, Biokraftstoffe, Biogas.
    3. Holzvergaser-Zentralheizungen mit Leistungs- und Feuerungsregelung (Wirkungsgrad mind. 90 %)
    4. Wärmepumpen (nach DIN V 4701-10)
    5. Erdwärmeübertrager
    6. Kraft-Wärme-Kopplung - Einzelanlagen zur Wärmeversorgung (z.B. Blockheizkraftwerk oder Brennstoffzelle)

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Erneuerbare Energien L-Bank

    Marktanreizprogramme

    Solarwärmeanlagen

    - Große thermische Solaranlagen

    Gefördert wird die Errichtung und Erweiterung von großen thermischen Solaranlagen ab 40 m2 Bruttokollektorfläche. Die Anlagen müssen besondere Qualitätsanforderungen erfüllen oder besonders wirtschaftlich betrieben werden können. Die Auswahl der Anlagen erfolgt nach Kriterien unter besonderer Berücksichtigung der solaren Nutzwärmekosten sowie des Zuschussbedarfs.
    Förderfähige Anlagen sind:

    • Anlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung bei Wohngebäuden mit mind. 3
    • Anlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung bei Nichtwohngebäuden mit mind. 500 m2 Nutzfläche
    • Anlagen zur solaren Kälteerzeugung oder Bereitstellung von Prozesswärme

    Die Förderung beträgt max. 30 % der förderfähigen Kosten.

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter http://www.kfw-foerderbank.de

     

    - Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung

    Gefördert wird die Erstinstallation von thermischen Solaranlagen zur Warmwasserbereitung bis max. 40 m2 Bruttokollektorfläche. Der Zuschuss beträgt 60,- EUR/angefangenem m2 installierter Bruttokollektorfläche, mind. 410,- EUR. Die Erweiterung bereits in Betrieb genommener Anlagen wird mit 45,- EUR je zusätzlich installiertem und angefangenem m2 Bruttokollektorfläche bezuschusst. Max. werden 40 m2 gefördert. Darüber hinaus gibt es für dieses Programm weitere Bonusförderungen wie z.B Effizienzbonus, Kombinationsbonus usw.

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

     

    - Thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

    Gefördert wird die Erstinstallation von thermischen Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung bis max. 40 m2 Bruttokollektorfläche sowie zur solaren Kälteerzeugung oder zur Bereitstellung von Prozeßwärme. Der Zuschuss beträgt 105,- EUR/angefangenem m2 installierter Bruttokollektorfläche. Die Mindestkollektorfläche muss bei Flachkollektoren 9 m2 und bei Vakuumröhrenkollektoren 7 m2 betragen. Zusätzlich muss ein Pufferspeicher für die Heizung von 40 Litern je m2 bei Flach- und 50 Liter je m2 bei Vakuumröhrenkollektoren vorhanden sein. Die Erweiterung bereits in Betrieb genommener Anlagen wird mit 45,- EUR je zusätzlich installiertem und angefangenem m2 Bruttokollektorfläche bezuschusst. Max. werden 40 m2 gefördert. Darüber hinaus gibt es für dieses Programm weitere Bonusförderungen wie z.B Effizienzbonus, Kombinationsbonus usw.

    Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

    Zuständig

    Bernd Schweizer
    Telefon: 07751/ 86 3103
    E-Mail senden