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    Todesbescheinigungen

       

    • Die Feststellung des Todes und die Durchführung der Leichenschau stellen häufig die letzte ärztliche Maßnahme an der verstorbenen Person dar. Hierfür gelten dieselben Sorgfaltspflichten wie bei lebenden Personen.
      Mit der Ausstellung der Todesbescheinigung durch eine Ärztin oder einen Arzt werden die Weichen gestellt, ob die Leiche zur Bestattung freigegeben wird oder ob weitere Ermittlungen im Hinblick auf einen nicht natürlichen Tod erforderlich sind.
      Die ausgefüllte Todesbescheinigung muss vom beauftragten Bestattungsunternehmen, den Angehörigen oder in besonderen Fällen von der Polizei unverzüglich dem örtlichen Standesamt vorgelegt werden. Dieses erfasst die Personendaten und leitet den vertraulichen Teil der Todesbescheinigung, der sich in einem verschlossenen Umschlag befindet, an das Gesundheitsamt weiter.
      Das Gesundheitsamt öffnet den vertraulichen Teil der Bescheinigung, überprüft die Angaben auf Vollständigkeit und Plausibilität und leitet die Todesbescheinigungen einmal im Monat gesammelt an das Statistische Landesamt weiter. Dieses Amt erstellt auf Grundlage der Todesbescheinigungen die amtliche Todesursachenstatistik, die jährlich veröffentlicht wird.