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    Tuberkulosefürsorge

       

    • Die Tuberkulose ist in Deutschland durch die Fortschritte der Medizin und durch die Verbesserung der Lebensverhältnisse eine seltene Erkrankung geworden. Die Erkrankung tritt in Deutschland zunehmend bei älteren und abwehrgeschwächten Personen auf, wobei die Ansteckung in diesen Einzelfällen oft Jahrzehnte zurückliegt. Dennoch geht von der Tuberkulose auch weiterhin eine Gefährdung der Bevölkerung aus, da neben Einzelfällen immer noch sporadisch Ausbrüche in Risikogruppen und Einschleppungen der Erkrankung aus Ländern mit hoher Durchseuchung vorkommen.

      Sorge bereitet die weltweite Zunahme von Resistenzen der Tuberkuloseerreger gegen die seit vielen Jahren zur Behandlung der Tuberkulose verwendeten Standardmedikamente.

      Aufgrund dieser Besonderheiten bestehen für die Tuberkulose spezielle Regelungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Die wichtigste Regelung ist die namentliche Meldungspflicht der Ärzte, Labore und Institute an die Gesundheitsämter und die der Meldung folgende Begleitung der Behandlung durch die seit vielen Jahrzehnten bestehenden Tuberkulosefürsorgestellen.

    Die Aufgaben der Tuberkulose-Fürsorgestellen der Gesundheitsämter sind:

    • Das Herausfinden frisch infizierter Personen aus dem Umkreis der gemeldeten Erkrankungsfälle an Tuberkulose, um diese nach Möglichkeit rechtzeitig einer vorbeugenden Behandlung zuzuführen
    • Das Aufspüren von Ansteckungsquellen, um durch Schutzmaßnahmen und Behandlung weitere Ansteckungen zu verhüten
    • Das Klären von Zusammenhängen, um Infektionsketten erkennen und unterbrechen zu können
    • Die Beratung und Information der Bevölkerung bei Bedarf
    • Die Sicherung des Behandlungserfolges in Problemfällen
    • Das Erheben statistischer Angaben zu den Tuberkuloseerkrankungen

       

    • Ansprechpartnerinnen der Tuberkulosefürsorge im Landkreis Waldshut sind:
      Ramona Berlich, Telefon: 07751/ 86-5115
      Martina Denz und Martina Schellig Telefon: 07751/ 86-5116

      Im Rahmen des Beratungsauftrages zur Tuberkulose können Termine nach telefonischer oder persönlicher Anmeldung vereinbart werden. In besonderen Einzelfällen besteht ein Untersuchungs- und Behandlungs-angebot auf der Grundlage von § 19 des Infektionsschutzgesetzes durch die Gesundheitsämter.

    Weiterführende ständig aktualisierte Informationen zur Erkennung, Behandlung und Vorbeugung der Tuberkulose finden Sie auf den Internetseiten