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    Viele Landwirte tun Gutes für die Region und darüber soll nun auch geredet werden. Ein Hauptanliegen der „Initiative für heimische Landwirtschaft“ ist denn auch, die Leistungen der Landwirte als Erzeuger hochwertiger, regionaler Produkte und als Landschaftspfleger ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zur rücken.

    Landrat Dr. Martin Kistler ist Vorsitzender des Landschaftserhaltungsverband Landkreis Waldshut, der die Initiative lanciert hat. Anhand von Praxisbeispielen soll den Bürgern den Wert der landwirtschaftlichen Tätigkeit aufgezeigt werden. Wenige wissen wohl, dass der Landkreis Waldshut über 1350 Hektar ökologisch hochwertige Flächen in 750 Landschaftspflegeverträgen führt. Das heisst ohne die landwirtschaftlichen Partnerbetriebe wäre die Durchführung des Vertragsnaturschutzes in diesem Umfang nicht möglich.

    Zum Start der Initiative traf man sich in Birkendorf, wo die Familie Friedrich vom Hofgut Dürrenbühl, Grafenhausen, ihren landwirtschaftlichen Betrieb vorstellte. Die Familie ist auch Preisträger bei der Wiesenmeisterschaft 2016 des Naturpark Südschwarzwald und hat einen Sonderpreis für die „Knabenkraut-Trollblumenwiese“ erhalten. Dr. Martin Kistler sprach bei der Präsentation der Iniative in Birkendorf nicht nur als Landrat, sondern vor allem auch als Vorsitzender des Landschaftserhaltungsverbandes. Die Initiative, solle „das Bewusstsein der Bürger und Verbraucher für unsere regionalen Produkte schärfen“. Landrat Kistler bezeichnete die Landwirte darüber hinaus als „Landschaftspfleger und Partner des Naturschutzes“.

    Landwirt Friedrich bewirtschaftet beispielsweise in Grafenhausen-Dürrenbühl 100 Hektar Grünland. Die Pflege der Biotopfläche ist aufwändig Die Fläche ist mit Gräben durchzogen, teilweise muss das Futter von Hand aus den nassen Stellen herausgetragen werden. Vertreter des Landschafterhaltungverbandes sprachen davon, dass auf der Gemarkung aus ökologischer Sicht eine der hochwertigsten Flächen bewirtschaftet werde. Nicht nur seltene Pflanzenarten wie Orchideen blühen hier, sondern man kann eine weitere Besonderheit entdecken: den Ameisenbläuling. Dabei handelt es sich um ein in Europa selten gewordenen Schmetterling, der in Baden-Württemberg als stark bedroht eingestuft wird und nur noch in wenigen Gebieten vorkommt.