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    Gender Mainstreaming

    Begriffserklärung:

    Gender: Die englische Sprache unterscheidet zwischen biologischen Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender). Der Begriff „biologisches Geschlecht" bezieht sich auf die weltweit gleichen biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Der Begriff „soziales Geschlecht" bezieht sich auf die sozialen Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die erlernt werden, sich im Laufe der Zeit ändern können und sowohl innerhalb als auch außerhalb von Kulturen unterschiedlich sind.

    Mainstreaming: Alle Entscheidungen und Prozesse in einem Wirtschaftsunternehmen werden unter dem Blickwinkel der unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern betrachtet. Gender Mainstreaming ist ein Prinzip, um die Auswirkungen von Entscheidungen zu bewerten und ggfs. die Entscheidungen zu korrigieren. Ziel ist es, Prozesse auf ihren Beitrag zur Herstellung von Chancengleichheit zu untersuchen und entsprechend zu verändern

    Gesetzliche Regelungen auf EU-, Bundes- und Länderebene fordern eine größere Verbindlichkeit der Aktivitäten zur Verwirklichung von Chancengleichheit.

    Die Strategie dafür heißt Gender Mainstreaming, die verpflichtend für alle EU-Mitgliedstaaten als Verwaltungsvorschrift eingeführt werden muss. Durch das Gender Mainstreaming Prinzip können strukturelle Veränderungsprozesse eingeleitet und Organisationen verändert/modernisiert werden.