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    Fragen und Antworten zum Austausch der Jodtabletten

    Wofür werden Jodtabletten benötigt?
    Tritt bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk radioaktives Jod aus, dann kann dieses Jod durch Einatmen vom Körper aufgenommen und in der Schilddrüse gespeichert werden. Damit steigt die Gefahr, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken.

    Damit Sie im unwahrscheinlichen Fall eines solchen Unfalls davor geschützt werden, werden seit vielen Jahren vorsorglich Jodtabletten (auch Kaliumiodidtabletten genannt) von den Behörden bereitgestellt. Bei rechtzeitiger Einnahme von Jodtabletten ist die Schilddrüse bereits mit nicht-radioaktivem Jod gesättigt, bevor radioaktives Jod durch Einatmen aufgenommen werden kann – dies nennt man Jodblockade. Das Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken wird somit gesenkt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf www.jodblockade.de 

     

    Wer darf sich Jodtabletten abholen?
    Alle Haushalte in der Zentralzone (Umkreis von 5 km zum Kernkraftwerk), denen mindestens eine Person unter 45 Jahren angehört. Die Zentralzone umfasst die Stadt Waldshut-Tiengen und die Gemeinden Albbruck und Dogern. Bitte bringen Sie zur Abholung Ihren Personalausweis/Pass mit, damit ein Abgleich des Wohnortes erfolgen kann.

     

    Warum wird die Ausgabe nur an Personen unter 45 Jahren empfohlen?
    Die Strahlenschutzkommission weist darauf hin, dass die Einnahme der Tabletten im Ereignisfall in einem Kernkraftwerk nur für Personen bis 45 Jahren empfohlen wird, weil das Gesundheitsrisiko für schwerwiegende Schilddrüsenerkrankungen bei älteren Personen durch die Tabletteneinnahme höher ist, als das Risiko einer Krebserkrankung.

     

    Wo können die Jodtabletten abgeholt werden?
    Die Ausgabe der Tabletten erfolgt über folgende Apotheken:

    • Albtal-Apotheke, Schulstraße 10, 79774 Albbruck
    • Rosen-Apotheke, Hauptstraße 18, 79804 Dogern
    • Apotheke am Seidenhof, Hauptstraße 12, 79761 Waldshut-Tiengen
    • Bären-Apotheke, Brückenstraße 7, 79761 Waldshut-Tiengen
    • Engel-Apotheke, Kaiserstraße 93, 79761 Waldshut-Tiengen
    • Löwen-Apotheke, Kaiserstraße 11, 79761 Waldshut-Tiengen
    • Marktapotheke, Hauptstraße 69, 79761 Waldshut-Tiengen
    • Storchen-Apotheke, Hauptstraße 20, 79761 Waldshut-Tiengen


    Wann können die Tabletten abgeholt werden?
    Die Ausgabe der Tabletten erfolgt ab 01.12.2021 bis einschließlich 28.02.2022

     

    Wie viele Tabletten erhalte ich?
    Die Ausgabe erfolgt entsprechend der Zahl der Haushaltsangehörigen. Für einen  Haushaltsangehörigen unter 45 Jahren wird eine Schachtel ausgegeben.

     

    Wo kann ich Einzelheiten zu den Tabletten erfahren?
    Bitte beachten Sie die Packungsbeilage und das Merkblatt, das Ihnen zusammen mit den Tabletten ausgehändigt wird. Bei Nachfragen zu den Tabletten wenden Sie sich an die Apotheker der Ausgabestelle – sowie insbesondere bei Hinweisen auf eine mögliche individuelle Unverträglichkeit – an Ihren Arzt. Die Packungsbeilage gibt wichtige Gebrauchsinformationen.

     

    Wie soll ich die Tabletten aufbewahren?
    Bewahren Sie die Packung so zu Hause auf, dass sie für Kinder nicht erreichbar, bei einer Alarmierung aber dennoch schnell zur Hand ist. Zudem sind die Tabletten unter den vom Hersteller festgelegten Bedingungen zu lagern

     

    Wann muss ich die Tabletten einnehmen?
    Die Einnahme der Tabletten darf im Ereignisfall nur auf Anordnung der zuständigen Katastrophenschutzbehörde erfolgen.

     

    Wie erfolgt die Versorgung der übrigen Bevölkerung mit Jodtabletten?
    Es werden ausreichend Tabletten an zentralen Stellen in den Gemeinden gelagert von denen aus die Verteilung im Ernstfall an die übrige Bevölkerung erfolgt.

     

    An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
    Landratsamt Waldshut
    Amt für öffentliche Ordnung und Ausländerwesen
    Frau Schume-Heizmann
    Telefonnummer: 07751/86-2152
    Email: Theresa.Schume-Heizmann@landkreis-waldshut.de 

     

    Was ist für besondere Einrichtungen (z.B. Krankenhäuser, große Betriebe, Schulen) bestimmt?
    Auch Krankenhäuser, große Betriebe, Schulen etc. erhalten neue Jodtabletten, jedoch nur für ihren eigenen Bedarf.