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    18.11.2021

    Entwicklung der palliativen Versorgung im Landkreis Waldshut

    Das am Klinikum Hochrhein angesiedelte Palliativ-Team Hochrhein hat am 17.11.2021 dem Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Soziales einen Überblick zu seinen Aufgaben gegeben.

    Seit Herbst dieses Jahres gibt es im Landkreis Waldshut eine spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV), welche an das Klinikum Hochrhein angegliedert ist. In der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Pflege und Soziales (17.11.2021) stellte die Koordinatorin, Frau Sandra Blaß, die SAPV mit ihren Aufgaben und Zielen den Ausschussmitgliedern vor.

    Die Versorgung der SAPV Hochrhein, die ihren Stützpunkt im ehemaligen Kreispflegeheim in Tiengen hat, erstreckt sich über den gesamten Landkreis. Neben der Koordinatorin und zwei Pflegefachkräften gehören zum Versorgungsteam außerdem Palliativmediziner, Seelsorger, Therapeuten und weitere Palliative Care Fachkräfte. Um die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu fördern wurde eine sogennantes Management-Board eingerichtet (Geschäftsführung Medicum, SAPV-Koordinatorin, Vertreter Ärzteschaft, Vertreter Pflege). Im zukünftigen Zentralklinikum soll eine Palliativstation mit acht Betten entstehen und soll das palliativmedizinische Angebot im Landkreis Waldshut abrunden.

    Neben dem seit Jahren ehrenamtlich arbeitenden ambulanten Hospizdienst Hochrhein e. V. stärkt die neue SAPV die palliative Versorgungsstruktur im Landkreis Waldshut. Ziel der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ist neben der Linderung der individuellen Symptomlast final Erkrankter die Unterstützung der Angehörigen, das Vermeiden von Krankenhauseinweisungen in Krisensituationen und die Sicherstellung einer hausärztlichen Versorgung. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, Voraussetzung für die Betreuung eines Patienten durch das SAPV-Team ist die Ausstellung einer entsprechenden Verordnung durch einen Haus-, Fach- oder Klinikarzt.

    Durch die SAPV, der Palliativstation im Klinikum Hochrhein und dem künftigen stationären Hospiz in Tiengen wird im Landkreis die bestehende Lücke im Bereich der Palliativversorgung nach und nach geschlossen.