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    Auf dem Weg zum Fairtrade-Landkreis
    Für faires, nachhaltiges Engagement und soziale Verantwortung

    Fairtrade-Landkreis Waldshut

    Im Rahmen der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“ hat sich der Landkreis Waldshut auf den Weg gemacht, „Fairtrade-Landkreis“ zu werden. Der Landkreis Waldshut möchte „Fairtrade-Landkreis“ werden, um ein deutliches Zeichen für faires, nachhaltiges Engagement sowie für die Übernahme sozialer Verantwortung zu setzen. Auf dieser Seite berichten wir über den aktuellen Stand, die letzten Aktivitäten und die nächsten Vorhaben.

     

    Aktuelle Meldungen

    21. November 2022: Landkreis erhält Auszeichnung Fairtrade-Landkreis

    Der Landkreis Waldshut wurde diese Woche für das Engagement für einen nachhaltigen und fairen Handel ausgezeichnet.

    Er ist nun offiziell „Fairtrade-Landkreis“. Im feierlichen Rahmen konnte Landrat Dr. Martin Kistler die Urkunde von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz entgegennehmen. Landrat Kistler betonte, die Auszeichnung stellvertretend für alle Engagierten des fairen Handels im Landkreis entgegenzunehmen und dankte allen Beteiligten für das große Engagement. Neben Bürgermeistern, Kreistagsmitgliedern, Vertretern der Schulen und den Fairtrade-Partnern waren weitere Engagierte und Interessierte an der Auszeichnungsfeier dabei.

    23. September 2022: Abend des Fairen Handelns

    „Der Ball ist rund“ – Kinderarbeit die „Rote Karte“ zeigen 

    in der Gemeindehalle Dogern am Freitag, 23.09.2022, 19.00 Uhr.
    Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Gemeinde Dogern, des Landkreises Waldshut und der Weltläden Murg und Wehr.

    Über 70 Millionen Kinder weltweit sind von Kinderarbeit unter ausbeuterischen Bedingungen betroffen, die ihre Zukunftschancen oder gar ihr Leben aufs Spiel setzen. Viele Beispiele finden sich auch in der Sportartikelindustrie in Sialkot. Etwa 75 Prozent der Weltproduktion an Fußbällen kommt aus dieser Stadt in Ostpakistan. „Die BAD BOYZ BALLFABRIK e.K.” – gegründet im Mai 2014, ist weltweit einer der wenigen Anbieter für FAIRTRADE-zertifizierte Sportbälle. Firmengründer Robert Weber aus Nürnberg gilt als Pionier für faire Fußbälle. Seit 1975 ist er in der  Sportartikelbranche tätig und besuchte die Fairhandelsprojekte in Sialkot schon über 50 Mal. In der diesjährigen Fairen Woche vom 16. bis 30. September ist der Abend des Fairen Handels eine Schwerpunktveranstaltung der Region. Die Gemeinde Dogern, der Landkreis Waldshut, das Weltlädeli in Murg und der Weltladen Wehr laden alle Interessierten und Freunde des Fairen Handels am Hochrhein herzlich in die Gemeindehalle nach Dogern ein. Die Veranstalter und Robert Weber legen besonderen Wert darauf, die faire Produktion von Sportbällen in den Kommunen und im Vereins- und Schulsport bekannter zu machen.

    Juli 2022: Landkreis unterstützt Engagement des Hochr.-Gymnasiums

    Landkreis und Hochrhein-Gymnasium pflegen beim Thema Fairtrade eine enge Partner-schaft. Im Rahmen des alljährlichen Sommerfests der Schule würdigte Landrat Dr. Martin Kistler das besondere Engagement der Schule für den fairen Handel.

    Zum Abschluss des Schuljahres 2021/2022 fand am Hochrhein-Gymnasium das alljährliche Sommerfest der Schülermitverwaltung (SMV) statt. Im Beisein von Landrat Dr. Martin Kistler stand in diesem Jahr das Engagement der Schule für den fairen Handel im Mittelpunkt. Hierzu wurde eigens ein Fairtrade-Schulteam gegründet, mit dem Ziel, „Fairtrade-School“ zu werden.

    Die engagierte Gruppe, bestehend aus den Schülersprechern Frederic Bartholomä und Henri Bauch, dem SMV-Verbindungslehrer Viktor Gerlach, der Elternvertreterin Senta Martin und dem Lehrer Pfarrer Daniel Liske (Sprecher), hatte sich formiert, um die Auszeichnung als „Fairtrade-School“ zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Fairtrade-Arbeitsgruppe wurden auf dem Sommerfest vier Stände für den fairen Handel aufgestellt: Es wurden Fairtrade-Produkte aus dem Weltladen Tiengen verkauft, fair gehandelte Schulartikel mit Blick auf eine Sammelbestellungsaktion im Herbst vorgestellt, einen Büchertisch zum Thema „Fairtrade“ aufgestellt sowie fair gehandeltes Eis angeboten.

    Der Landkreis, der sich aktuell um die Auszeichnung als „Fairtrade-Landkreis“ bewirbt, und das Gymnasium führen beim Thema Fairtrade eine enge Partnerschaft. Dies zeigt sich auch durch Pfarrer Daniel Liske, der der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Landkreises angehört.
    Landrat Dr. Martin Kistler besuchte das Sommerfest, um das besondere Engagement der Schule für den fairen Handel zu würdigen. „Gerade in den Schulen kann wertvolle Sensibilisierungsarbeit für den fairen Handel geleistet werden. Dank des großen Engagements am Hochrhein-Gymnasium lernen die Jugendlichen frühzeitig, wie wichtig der faire Handel für eine nachhaltige und soziale Gerechtigkeit, ist. Ich danke allen, die sich im Schulteam so großartig engagieren.“

    Juli 2022: Kreistag stimmt für Bewerbung als Fairtrade-Landkreis

    Der Kreistag hat in seiner Sitzung 20.07.2022 den Weg für eine Bewerbung als Fairtrade-Landkreis freigemacht. Damit kann die im Mai 2022 gegründete Steuerungsgruppe weitere Aktivitäten koordinieren und die nächsten Schritte im Zertifizierungsprozess angehen. Mit seiner Teilnahme möchte der Landkreis den fairen Handel vor Ort stärken und die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Fairtrade sensibilisieren und so einen Beitrag hin zu mehr globaler sozialer Gerechtigkeit leisten.

    Landrat Dr. Martin Kistler, der auch Vorsitzender der Steuerungsgruppe ist, freut sich über die Unterstützung durch den Kreistag: „Die Kampagne Fairtrade-Towns wurde ins Leben gerufen, um einen respektvollen Umgang mit Menschen und Ressourcen zu fördern. Mit der jetzigen Bewerbung stärkt der Landkreis Waldshut diese Idee und geht gleichzeitig selbst mit gutem Beispiel voran. Ich danke den Mitgliedern des Kreistages, dass sie die Bewerbung als Fairtrade-Landkreis unterstützen.“

    Juli 2022: Landkreis sucht Partnerbetriebe

    Eine erfolgreiche Bewerbung als „Fairtrade-Landkreis“ setzt voraus, dass fünf Kriterien erfüllt werden, die zu mehr fairem Handel beitragen. Die erste Voraussetzung konnte durch die Bildung einer Steuerungsgruppe im Mai erfüllt werden, die den Zertifizierungsprozess federführend koordiniert.

    Eine weitere Bedingung für die Auszeichnung ist die Etablierung von Fairtrade-Produkten bzw. die Sichtbarmachung des Angebots. Hierfür sucht die Steuerungsgruppe derzeit Einzelhändler, Floristen, Cafés und Gastronomiebetriebe, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Diese Produkte können sehr vielfältig sein, von fair gehandeltem Kaffee, über Kakao und Tee bis hin zu Fairtrade-Reis. Doch nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern auch im Freizeitbereich gibt es zahlreiche faire Produkte, wie beispielsweise fair gehandelte Bälle oder Kleidung. Die Steuerungsgruppe ist neben Gastronomie und Einzelhandel auch auf der Suche nach Partnervereinen, -schulen und -kirchen, welche die Bevölkerung bezüglich des fairen Handels sensibilisieren. Ob dies in Form von Vorträgen, Aktivitäten oder durch den Kauf von fair gehandelten Produkte erfolgt, ist dabei jeder Einrichtung selbst überlassen.

    Interessierte Betriebe, Vereine und weitere Organisationen, die sich bereits in diesem Bereich engagieren, können sich mit Frau Kerstin Bolz von der Geschäftsstelle Fairtrade beim Landkreis in Verbindung setzen. Sie ist zu erreichen per Mail oder telefonisch unter 07751 / 86-2613. Für Interessierte, die sich in diese Richtung orientieren möchten, bietet die Geschäftsstelle außerdem Informationsmaterial und Beratung an.

    Landrat Dr. Martin Kistler wirbt als Vorsitzender der Steuerungsgruppe für ein möglichst breit getragenes Engagement: „Wir als Landkreis möchten den fairen Handel in unserer Region vorantreiben. Hier ist aber vor allem auch das Engagement der Menschen im Landkreis gefragt. Das reicht vom Angebot fair gehandelter Produkte in Gastronomie und Einzelhandel über Bildungsaktivitäten in Schulen, Vereinen und Kirchen bis zum Ausschank von fair gehandeltem Kaffee. Ich freue mich daher über jede Kontaktaufnahme und Unterstützung.“

    Mai 2022: Steuerungsgruppe gegründet

    Im Landkreis gibt es aktuell sechs Fairtrade-Gemeinden. Eine neu gebildete Steuerungsgruppe soll künftig die Aktivitäten auf Landkreisebene koordinieren.

    Seit dreißig Jahren verfolgt der Verein Transfair das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen benachteiligter Produzenten in Entwicklungsländern zu verbessern und damit Konsumenten qua-litativ hochwertige Lebensmittel durch umweltschonende Anbaumethoden anzubieten. Vor die-sem Hintergrund rief der Verein 2011 die Kampagne „Fairtrade-Towns“ ins Leben. Dieser Titel spricht neben Städten und Gemeinden, auch Landkreise an. 45 Landkreise in Deutschland haben die Auszeichnung Fairtrade-Landkreis bislang erhalten.
    Im Landkreis Waldshut gibt es aktuell sechs Fairtrade-Gemeinden und mit Grafenhausen steht voraussichtlich bald eine siebte Auszeichnung bevor. Diese strebt auch der Landkreis Waldshut an und ein erster Schritt in Richtung Fairtrade-Landkreis ist bereits getan: Anfang Mai fand die konstituierende Sitzung der Fairtrade Steuerungsgruppe des Landkreises Waldshut statt. Beste-hend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, wird sie federführend das Zertifizierungsverfahren begleiten, künftige Aktivitäten des Landkreises koordinieren, regionale Akteure vernetzen und die Bildungsarbeit fördern.
    Landrat Dr. Kistler stärkt die Aktion als Vorsitzender der Steuerungsgruppe: „Der Landkreis möchte damit vor allem auch die Bemühungen unserer Gemeinden unterstützen und die Akteure und zusammenbringen. Wir werden das Thema in eine der nächsten Kreistagssitzung einbringen.“

    Werden Sie Partnerbetrieb!

    Interessierte Betriebe, Vereine und weitere Organisationen, die sich im Fairtrade-Bereich engagieren möchten oder bereits tun, können sich mit der Geschäftsstelle Fairtrade beim Landkreis in Verbindung setzen. Die Ansprechpartnerin ist Frau Kerstin Bolz. Sie ist zu erreichen per Mail oder telefonisch unter 07751 / 86-2613. Für Interessierte, die sich in diese Richtung orientieren möchten, bietet die Geschäftsstelle außerdem Informationsmaterial und Beratung an.

    Fairtrade-Towns

    Seit 30 Jahren verfolgt der Verein Transfair das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen benachteiligter Produzenten in Entwicklungsländern zu verbessern und damit Konsumenten qua-litativ hochwertige Lebensmittel durch umweltschonende Anbaumethoden anzubieten. Vor diesem Hintergrund rief der Verein 2011 die Kampagne „Fairtrade-Towns“ ins Leben. Dieser Titel spricht neben Städten und Gemeinden, auch Landkreise an. 45 Landkreise in Deutschland haben die Auszeichnung Fairtrade-Landkreis bislang erhalten.