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    25.11.2021

    Fachhochschule des Mittelstands (FHM) gründet neues Institut für Fachhochschulausbildung Gesundheit

    Vorhaben wird gefördert durch den Kreis Waldshut, das Klinikum Hochrhein und die Akademie für Gesundheitsfachberufe.

    Gesundheitsregionen und Netzwerke im Gesundheitswesen sind in der aktuellen Zeit ein wesentlicher Bestandteil der regionalen, gesundheitlichen Vorsorge und Versorgung der Bevölkerung. Hierzu bedarf es zukünftig noch mehr qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) gründet aus dieser Idee heraus das Institut für Gesundheit (IfG) mit Sitz im Kreis Waldshut. Initiatoren und Förderer des Vorhabens sind der Landkreis Waldshut mit dem Klinikum Hochrhein und die Akademie für Gesundheitsfachberufe in Bad Säckingen. Die von den Förderern bereitgestellte Anschubfinanzierung in Höhe von insgesamt 1.6 Mio. Euro läuft über den Zeitraum von vier Jahren, danach soll sich das Institut selbst tragen. Studienzentrum ist neben Waldshut auch Bad Säckingen. Ziel ist die wissenschaftliche Wirtschafts- und Bildungsförderung des Gesundheitswesens im Kreis – in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Wissenschaft.

    Erste gemeinsame Bildungsangebote der FHM mit der Justus-von-Liebig-Schule des Landkreises bestehen bereits seit 2017. Seit 2019 verbindet die Hochschule zusätzlich eine Kooperation mit der Akademie für Gesundheitsfachberufe in Bad Säckingen. In den beiden dualen Studiengängen Ergotherapie und Physiotherapie übernimmt die Akademie für Gesundheitsfachberufe den praktischen Teil der Ausbildung, die Fachhochschule des Mittelstands die hierauf aufbauende akademische Qualifikation, so dass die Studierenden den Bachelorabschluss erwerben.
    „Mit dem Institut für Gesundheit investieren wir in einen Zukunftssektor und wir steigern die Attraktivität unserer Region für junge Menschen“, so Landrat Dr. Martin Kistler und er fügt hinzu: „Das Institut ist eine große Chance, ein Zentrum für den Wissenstransfer bei uns im Landkreis einzurichten.“ Er gehe davon aus, dass das Institut eine Strahlkraft über den Landkreis hinaus in die Nachbarlandkreise und auch die benachbarte Schweiz entfalte.

    „Durch die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule des Mittelstands wird sich die Bildungslandschaft vor Ort weiterentwickeln. Wir stellen unser praxisbezogenes Angebot durch die neuen akademischen Qualifikationen noch breiter auf. Aktuell haben sich mehr als 100 Berufsschüler für das akademische Modell entschieden und werden in Kooperation mit der FHM einen Bachelorabschluss erzielen. Diese Zahl wollen wir zukünftig noch steigern“, sagt Dr. Günther Nufer, Geschäftsführer der Akademie für Gesundheitsfachberufe.
    Im Kreis Waldshut bietet die FHM nun im ersten Schritt die Bachelorstudiengänge Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege & Management sowie den Master Physiotherapie an. Außerdem werden zukünftig auch wissenschaftliche Weiterbildungen durchgeführt – dazu zählt die Praxisanleiterausbildung Pflege sowie spezielle Zertifikate der Physiotherapie oder Ergotherapie.

    Dr. med. Hans-Peter Schlaudt, Geschäftsführer des Klinikums Hochrhein: „Gerade im Landkreis Waldshut mit weiten Wegen zu den Hochschulen nach Freiburg oder Konstanz, ist die Einrichtung des Instituts ein wichtiger Impuls, der auch die positive Entwicklung des Klinikums Hochrhein am neuen Standort unterstützen kann.“

    „Mit den neuen Studienangeboten besonders in der Pflege runden wir das Angebot hervorragend ab und bündeln unsere Aktivitäten. Wir freuen uns auf die neuen zukunftsträchtigen Studienzentren im Landkreis Waldshut“, sagt Prof. Dr. Walter Niemeier, Prorektor für Studium & Lehre an der FHM, der das neue Institut wissenschaftlich leiten wird.
    „Die Themen Gesundheit und Pflege sind Zukunftsthemen, mit denen wir uns an der FHM schon seit Jahren beschäftigen – sowohl in der Lehre als auch in den dualen Studiengängen im Gesundheitsbereich. Wir freuen uns zukünftig auf viele Studierende im Landkreis und auf viele Kontakte zu den Partnern hier in der Region Waldshut“, so Prof. Dr. Anne Dreier, Rektorin der Fachhochschule des Mittelstands (FHM).

    Das Institut für Gesundheit verbindet Studium und Lehre mit angewandter Forschung und Beratung, wissenschaftlicher Weiterbildung sowie dem Wissens- und Personaltransfer im Kreis. Die Fachhochschule des Mittelstands bietet sowohl in Präsenz als auch im Fernstudium ein flexibles, grundständiges, duales und berufsbegleitendes Studienangebot mit zahlreichen Bachelorabschlüssen und einem Masterprogramm an, die alle am regionalen Bedarf des Kreises Waldshut ausgerichtet sind. Geplant sind außerdem Forschungssymposien zu Pflege, Physiotherapie und Ergotherapie, Workshops zu ausgewählten, gesundheitsorientierten Themenfeldern sowie themenbezogene Ausstellungen und Tagungen.