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    "Kopenhagen – Die Stadt der Fahrradfahrer", so stellt sich die Stadt in Dänemark selbst auf ihrer Homepage vor. Und weiter wird das Fahrradfahren als eine der wichtigsten Transportmöglichkeiten innerhalb der Stadt beschrieben: „In Copenhagen, cycling represents a serious means of transport. Bikes are used by everyone for everything.“ Aber wie schafft es eine Stadt wie Kopenhagen mit rund 638.000 Bürgern (Landkreis Waldshut: 171.903 Bürger), dass heute bereits rund 36 % der täglichen Strecken mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wenn man die Kopenhagener nach deren Hauptgrund fragt für eine Strecke das Fahrrad zu wählen, geben die meisten nicht etwa an, dass sie besonders umweltschonend unterwegs sein, oder Gutes für ihre Gesundheit tun wollen. Nein – es ist die Tatsache, dass das Fahrrad die einfachste und schnellste Transportmöglichkeit in der Stadt darstellt.

    Die Stadt fahrradfreundlich zu gestalten hat in Kopenhagen schon lange Tradition, Eine konsequente Verkehrspolitik und Stadtplanung haben dazu geführt, dass die dänische Stadt als eine der fahrradfreundlichsten Städte weltweit gilt. Mit einem Fahrradkonzept wurden Maßnahmen definiert, die in wichtigen Bereichen des Fahrradalltags (wie z.B. Stadtleben, Komfort, Sicherheit, Fahrtzeit) kontinuierlich Fortschritte bringen. Ein Teilergebnis dieser Bemühungen ist ein Rückgang der Schadstoffbelastung sowie eine Minimierung der Treibhausgasemissionen in der Stadt. Maßnahmen zu definieren, um das Fahrrad als klimafreundliche und gesunde Transportmöglichkeit für tägliche Strecken nutzen zu können, wird mit Sicherheit ein wichtiger Punkt zukünftiger und rezenter Klimapolitik sein.

    Im Landkreis Waldshut gibt es eine Menge schöner ausgeschriebener Radtouren, die oft für passionierte Mountainbiker ausgelegt und ideal für den Wochenendausflug sind. Dass, das Fahrrad eine der sichersten und schnellsten Transportmöglichkeiten im Alltag darstellt, würden allerdings die Wenigsten sagen. Hierzu fehlt es oft an ausgebauten Radwegen, sicheren, überdachten Abstellmöglichkeiten und Servicestellen, die bei Pannen aushelfen könnten. Und dennoch sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen und sich frohen Mutes auf den Sattel schwingen. Denn mit der Anzahl der Fahrradpendler wird sich auch der Druck auf die Politik erhöhen entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten. Das eine oder andere können wir uns mit Sicherheit von unseren dänischen Nachbarn abgucken.

    Quelle: The city of Copenhagen (2011): Good, better, best – The city of Copenhagen´s bicycle strategy 2011-2025. Online abrufbar unter: urbandevelopmentcph.kk.dk/artikel/city-cyclists (zuletzt aufgerufen am 10.06.21).