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    Der Qualitätsbeauftragte für die Radwegebeschilderung im Landkreis Waldshut im Interview

     

    Damit Fahrradrouten stets qualitätsvoll bleiben, braucht es Menschen, die sich darum kümmern: Die Qualitätsbeauftragten. Im Landkreis Waldshut übernimmt diese wichtige Aufgabe Hans Strittmatter.

     

    Herr Strittmatter, Sie sind Qualitätsbeauftragter für die Radwegebeschilderung im Landkreis. Was sind Ihre Aufgaben?

    Ein Radweg kann mitunter über hunderte von Kilometern führen. Dabei sollte er überall in einem gutem Zustand sein und gut ausgeschildert sein. Gerade als passionierter Radfahrer weiß ich, wie ärgerlich eine schlecht beschilderte Route sein kann und wie schnell einem die Lust genommen wird. Deshalb ist es wichtig, einen Verantwortlichen zu haben, der darauf ein Auge hat. Meine Aufgabe als Qualitätsbeauftragter ist daher die Kontrolle der touristischen Beschilderung. Schließlich soll Radfahren vor allem eines: Spaß machen.

     

    Herr Strittmatter, wie wird man Rad-Qualitätsbeauftragter?

    Qualitätsbeauftragter für die Radwegebeschilderung im Landkreis Waldshut ist eine sehr interessante und wichtige Tätigkeit, die beim Landratsamt im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung in der Abteilung Tourismus des Amtes für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr verortet ist. Die Stelle wird ausgeschrieben und man kann sich bewerben. Und das habe ich dann auch gemacht, weil mich die Aufgabe als heimatverbundenen und radinteressierten Einwohner unseres Landkreises sehr gereizt hat. 

     

    Wie fahren Sie die Routen ab?

    Die meisten Routen fahre ich mit dem eigenen Fahrrad ab. Und im Landkreis gibt es knapp 800 Schilderstandorte - da kommen einige Kilometer zusammen! So habe ich den besten Einblick in etwaige Mängel in der Beschilderung oder auch in den Zustand der Strecken. Ich bin auf meinen Touren immer wieder begeistert, in welch herrlicher Landschaft wir leben und wie schön es ist, unseren Landkreis auf dem Rad richtig kennenzulernen. 

     

    Was für Mängel finden Sie vor?

    Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Radwege und der dazugehörenden Beschilderungen sind natürlich auch die festgestellten Mängel sehr unterschiedlich. Meine ersten Erfahrungen aber zeigen, dass die Wege und auch die Beschilderung in unserem Kreis in einem insgesamt guten Zustand sind. Natürlich gibt es verwitterte oder leider auch beklebte Schilder. Manche sind durch Pflanzen verdeckt und nicht mehr zu erkennen, oft sind - gerade nach einem längeren Winter - Pfosten nicht mehr fest oder fehlen vielleicht ganz.

     

    Welche Wegstrecken sind besonders betroffen?

    Natürlich sind Radwege, die durch Waldgebiete führen, besonders von einer stärkeren Verwitterung betroffen. Das gilt dann natürlich auch für die Radwegeschilder. Insgesamt aber - da wiederhole ich mich gerne - ist die Beschilderung in einem guten Zustand.

     

    Können auch Radelnde im Landkreis Ihnen verschwundene/kaputte Schilder melden? Wohin sollen sie ihre Meldungen schicken? 

    Selbstverständlich! Immer mehr Menschen sind bei uns mit dem Fahrrad unterwegs und da ist es absolut wichtig, dass wir Rückmeldungen über Mängel, Verbesserungsvorschläge oder Veränderungen zeitnah mitgeteilt bekommen.

    Wir freuen uns über jede Art der Mithilfe. Meine E-Mail Adresse lautet: Hans.Strittmatter(at)landkreis-waldshut.de, möglich ist die Meldung auch an tourismus(at)landkreis-waldshut.de.

     

    Wir waren im Landkreis Waldshut unterwegs und haben den RadelFuchs an verschiedenen Standorten auftauchen lassen. Dabei ist uns die Vielzahl von Beschilderungen aufgefallen. Wie behalten Sie da den Überblick?

    Das ist wirklich nicht ganz einfach! Ich habe zur Orientierung ganze Ordner voller Pläne und Bilder-analog und digital. Aber bei einem 880 km Radwegenetz(grün) und 14 Radrundtouren WT(orange) und 2 weiteren Rundtouren sowie 6 Etappentouren (z.B. der Südschwarzwald-Radweg) mit eigenen Zeichen habe ich auch immer die Radwegekarte des Landkreises dabei („Mit Rad und Pedelec zwischen Feldberg und Hochrhein“).