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    Synonym für gesellschaftliche Selbstverantwortung

    Landrat Dr. Martin Kistler würdigt ehrenamtliches Engagement in den Feuerwehren

    So „blau“ war der Waldshuter Kreistagssaal noch nie. Landrat Dr. Martin Kistler hat den Internationalen Tag des Ehrenamtes am 05.12.2019 zum Anlass genommen, das ehrenamtliche Wirken der Feuerwehren in den Mittelpunkt einer Dankesveranstaltung zu stellen. Rund 120 Feuerwehrangehörige waren der Einladung des Landrats gefolgt. Die Freiwilligen Feuerwehren, so der Landrat in seiner Rede, seien nicht nur Garanten für unsere Sicherheit, sie seien zugleich auch Ausdruck eines hervorragenden, eines vorbildlichen bürgerschaftlichen Engagements. Dabei sei es durchaus bemerkenswert, dass eine „Pflichtaufgabe“, die den Gemeinden per Gesetz auferlegt ist, im Ehrenamt geleistet werde. Heute ist Ihr Tag, rief er den Feuerwehrangehörigen zu.

    Anschließen gaben Feuerwehrleute aus unterschiedlichen Bereichen einen Abriss über ihre Tätigkeit. Ralf Rieple ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes. Der Verband fungiere als Interessenvertretung für über 3.000 Feuerwehrangehörige im Kreis. Rund 3.000 Ausbildungsstunden werden dort jährlich geleistet. Frank Bercher ist Leiter des Einsatznachsorgeteams, das Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen betreut. Rolf Zastrow, Teamleiter der Fernmeldegruppe des Landkreises Waldshut, berichtete von der komplexen Technik des Einsatzleitwagens ELW 2 und vom Multicopter, der schon mehrfach zum Einsatz gekommen sei. Mehr Menschen, die im Führungsstab mitarbeiten, wünschte sich der Leiter des Stabs, Tobias Roming.

    Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Big Band der Musikschule Südschwarzwald.

    Hier einige Statements, eingefangen an der Veranstaltung:

    Melanie D’Elia, THW & Einsatznachsorgeteam (ENT) Landkreis Waldshut

    „Die Arbeit im ENT ist toll, wir sind ein tolles Team und diese Arbeit ist mir eine Herzenssache. Unsere Einsatzkräfte leisten tolle Arbeit und diese Arbeit ist wichtig, aber manchmal achten sie dabei nicht auf sich selbst. Hier sind wir für sie da. Denn nur, wenn sie selbst gesund sind, können sie weiterhin gute Arbeit für uns leisten.“

     

    Lucas Maier, Feuerwehr Wutöschingen & Fernmeldegruppe

    „Neben den tiefen Freundschaften, die man in der Feuerwehr knüpfen kann, reizt mich an meiner Arbeit in der Fernmeldegruppe vor allem die Technik, die uns dort zur Verfügung steht. Es gibt immer eine neue Aufgabe die einen fordert und auch persönlich weiterbringt.“

     

    Julio Moños Gerteis, Feuerwehr Laufenburg & Führungsstab

    „Ehrenamtlich in der Feuerwehr tätig zu sein sehe ich als meine Bürgerpflicht. Damit kann ich der Gesellschaft etwas zurückgeben. Als Mitglied der Feuerwehr hat man außerdem die Möglichkeit gut Kontakte zu knüpfen, egal wo man auf der Welt ist, denn das Verständnis füreinander ist überall gleich.“


     

    Harald Glück, Feuerwehr Dogern & Ausbildungsleiter

    „Ich bin inzwischen seit 38 Jahren bei der Feuerwehr. Ich sehe es als meine Aufgabe, Hilfe zu leisten und die Bevölkerung zu schützen. Als Ausbilder habe ich außerdem einen besonderen Auftrag übernommen und kann mein langjähriges Wissen weitergeben.“