Schriftgröße :
    A
    A
    A
    Das neue Zentralklinikum und der Gesundheitspark Hochrhein
    Gemeinsam die Zukunft der medizinischen Versorgung im Landkreis Waldshut gestalten

    Im Landkreis Waldshut entsteht bis 2028 der Gesundheitspark Hochrhein mit dem neuen Zentralklinikum Hochrhein als dessen Herzstück

    Am 15. Februar 2017 beschloss der Kreistag Waldshut auf Grundlage der Empfehlung eines Gutachtens, das die stationäre medizinische Versorgung im Landkreis langfristig durch ein Zentralkrankenhaus gewährleistet sieht, den Neubau eines Zentralklinikums und legte so den Grundstein für eine moderne und zukunftssichere Krankenhausversorgung am Hochrhein.

    Entstehen wird das Zentralklinikum – als Ergebnis eines umfassenden Auswahl-Prozesses – auf einem Grundstück südlich von Albbruck zwischen der Bundesstraße B 34 und dem Rheinufer und wird, im Zuge seiner Fertigstellung im Jahr 2028, das Klinikum in Waldshut ablösen.

    Zugleich wird das neue Krankenhaus das Zentrum des gleichzeitig entstehenden „Gesundheitspark Hochrhein“ bilden.


    Die Idee hinter dem Gesundheitspark Hochrhein

    Im Zuge der strategischen Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung im Landkreis Waldshut wird sozusagen „um das Klinikum herum“ der Gesundheitspark Hochrhein entstehen. In ihm werden verschiedenste kliniknahe und sonstige Nutzungen gebündelt und angeboten, um den Standort für Patienten, Mitarbeitende und Besucher so attraktiv wie möglich zu gestalten. Dazu zählen u. a.

    • kliniknahe Angebote: Ärztehaus, Apotheke, Sanitätshaus, weitere ambulante Angebote sowie
    • weitere mögliche Angebote: Parkhaus, Personalwohnen, Kindertageseinrichtung, Pflegeheim.

    Das Herzstück wird jedoch das künftige Zentralklinikum Hochrhein darstellen. Damit entsteht am Standort Albbruck ein vielseitiges und attraktives Gesundheitszentrum für die Bevölkerung – mit einem modernen und leistungsfähigen Krankenhaus.


    Der Gesundheitspark Hochrhein im Kurzportrait

    Die Städtebauliche Idee

    • Zentralkranklinikum als Herzstück
    • Parkhaus und Allee zur Abschirmung des Krankenhauses zur Bundesstraße B 34
    • Ost- und Westanbindung an die Bundesstraße B 34 sowie Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr geplant

    Das Medizinische Angebot

    • Zentralklinikum Hochrhein: 335 Betten
    • Zentrum für Psychiatrie: 30 Betten
    • Bündelung einer breiten medizinischen Kompetenz am neuen Standort mit einer Vielzahl an kliniknahen und ambulanten Angeboten (u. a. Ärztehaus, Apotheke,Sanitätshaus) und sonstigen ergänzenden Nutzungen (u. a. Parkhaus, Personalwohnen, Kita, Pflegeheim)

    Die Fläche

    • Südlich von Albbruck gelegen, zwischen der Bundesstraße B 34 und dem Rheinufer
    • Gesamtfläche des Grundstücks: ca. 90.000 qm
    • Nach aktuellem Stand vorgesehene Fläche Zentralklinikum: ca. 20.000 qm Nutzfläche

    Wo stehen wir aktuell? (Stand März 2021)

    Gesundheitspark Hochrhein

    Städtebaulicher Masterplan

    Am 09. Dezember 2020 hat der Kreistag Waldshut das Grobkonzept zur sogenannten städtebaulichen Masterplanung für die strukturelle Erschließung des Gesundheitsparks beschlossen. Sie sieht vor, das Großprojekt zwischen Rheinufer und der Bundesstraße B 34 südlich von Albbruck zu errichten. Ziel ist es, über einen West- und einen Ostanschluss an die B 34 sowie über den Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr eine verkehrsgünstige Anbindung für die Bevölkerung zu gewährleisten.

    Interessensbekundungsverfahren

    Neben der Masterplanung soll in einem nächsten Schritt auch die inhaltliche Ausgestaltung der Fläche angegangen werden. Um das Klinikum herum soll ein vielseitiges und attraktives Angebot für die Bevölkerung geschaffen werden. Ziel ist es, eine breite medizinische Kompetenz am neuen Standort zu bündeln und damit eine umfassende medizinische Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Deshalb wird angestrebt, die konkreten Nutzungen (kliniknah: u. a. Ärztehaus, Apotheke, Sanitätshaus, weitere ambulante Angebote; sonstige: u. a. Parkhaus, Personalwohnen, Kita, Pflegeheim) zu definieren und deren Anordnung auf der Fläche im Rahmen eines Nutzungsmasterplans zu planen. Der Landkreis beabsichtigt derzeit, Interessenten / Investoren die Flächen, die der Landkreis nicht selbst bebaut, im Rahmen der Erbbaupacht zu überlassen. Das heißt, die Flächen sollen nicht verkauft werden. Die Entscheidung über die inhaltliche Ausrichtung der Nutzungen verbleibt damit beim Landkreis. Aktuell wird hierfür das sogenannte Interessensbekundungsverfahren vorbereitet. Die Ausschreibung erfolgt noch im 1. Quartal 2021, Ende März / Anfang April.

    Bauleitplanung

    Für die Nutzung der Fläche als Gesundheitspark muss von der Gemeinde Albbruck in enger Abstimmung mit dem Landkreis ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Hierzu finden bereits umfangreiche Untersuchungen und Abstimmungen mit Fachplanern statt.


    Zentralklinikum

    Medizinstrategie für das Zentralklinikum

    In seiner Sitzung am 10.3.2021 hat der Kreistag die Medizinstrategie für das Zentralklinikum, das in Albbruck gebaut wird, beraten und verabschiedet. Neben den Aufgaben als Grund-und Regelversorger wird die Klinikum Hochrhein GmbH darüber hinaus Schwerpunkte in den Fachbereichen Innere Medizin, Orthopädie-, Wirbelsäulen- und Unfallchirurgie sowie der Geriatrie als Querschnittsbereich entwickeln. Nähere Informationen finden Sie hier.

    Vergabe der Planungs- und Bauleistungen für den Neubau des Zentralklinikums

    Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine europaweite Ausschreibung der Planung und schlüsselfertigen baulichen Realisierung des Neubaus des Zentralklinikums in Form eines Partnering-Verfahrens. Für die Realisierung in dieser Vergabeform hat sich der Kreistag in seiner Sitzung am 09. Dezember 2020 mit großer Mehrheit ausgesprochen, da insbesondere die frühe Einbindung der baufachlichen Expertise der bauausführenden Unternehmen als Vorteil gesehen wird, um eine baukostenoptimierte Planung zu erhalten. Zudem ergeben sich Vorteile hinsichtlich einer frühen Termin- und Kostensicherheit für Planung, Bau und Betrieb. Die europaweite Ausschreibung soll im 2. Quartal 2021 erfolgen.

    Förderzusage des Landes Baden-Württemberg

    Seit Beginn der Planungen fanden bereits mehrere Gespräche u. a. mit dem Minister für Soziales und Integration, Manfred Lucha, sowie mit Vertretern des Sozialministeriums in Stuttgart statt. Bei seinem Besuch im Landkreis Ende 2019 lobte Lucha das neue Zentralklinikum als „Leuchtturmprojekt für die Region“. Das Zentralklinikum sei zukunftsweisend für die Gesundheitsversorgung im Landkreis, deshalb stehe die höchstmögliche Förderquote bereit. Von Seiten des Landkreises ist die Aufnahme in das Jahreskrankenhausbauprogramm beantragt, der offizielle Förderbescheid wird in den kommenden Wochen erwartet.