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    2019: Christoph Niemann "Bewegte Bilder"

    07. April 2019 bis 02. Juni 2019

    Illustrationen – das Sprechen in gezeichneten Bildern – fand man schon in antiken Buchrollen. Dank bildermächtigen Medien wie Zeitschriften und Instagram erlebt die Illustration eine Hochphase. Dem Kulturamt des Landkreises ist es 2019 gelungen, mit Christoph Niemann einen der derzeit wichtigsten und bekanntesten Illustratoren nach Schloss Bonndorf zu holen. Lange hat der Künstler in New York gelebt und dort für das renommierte Magazin „New Yorker“ gezeichnet. In Deutschland erscheinen seine Illustrationen vor allem im ZEIT-Magazin.

    „Christoph Niemann hat eine ganz eigene Handschrift. Seine Illustrationen sind mir sofort aufgefallen. Sie sind fein beobachtet, manchmal ironisch, aber nie zynisch “ erklärte es Susanna Heim, Kulturreferentin des Landkreises. Niemann ist ein visueller Geschichtenerzähler, mit dem Stift in der Hand beobachtet er den Alltag, die Politik, das Zeitgeschehen. Und seine Arbeiten sind begehrt. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck überreichte bei seinem USA-Besuch dem damaligen Präsidenten Barack Obama eine Zeichnung von Christoph Niemann. Der aus Waiblingen stammende Künstler hat ein gutes Gespür für den Zeitgeist. Es verwundert deshalb nicht, dass ihn auch das „bewegte Bild“ fasziniert. In Bonndorf waren erstmals seine animierten Zeichnungen auf Bildschirmen zu sehen. Darüber hinaus zeigte die Ausstellung auch ein „Best-of“.

    "Selten blieben Ausstellungsbesucher in Bonndorf so ausdauernd vor Kunstwerken stehen - um zu staunen, sich irritieren oder amüssieren zu lassen." - Rosemarie Tillessen, Südkurier

     

     

    2019: Ulrich C. Eipper "Der Maler und die Menschen"

    21. Juli 2019 bis 13. Oktober 2019

    Der Künstler und Lehrer Ulrich C. Eipper war eine prägende Persönlichkeit im Landkreis Waldshut. 2019 wäre der 1929 in Herrenberg geborene Maler 90 Jahre alt geworden. Wer ihn kannte, weiß bis heute von eindrücklichen Begegnungen oder markanten Worten zu berichten. Die von der Familie Eipper gegründete Stiftung hält die Erinnerung an den Künstler wach. In diesem Sinne trat die Stiftung an das Kulturamt des Landkreises heran. Schnell war die Idee geboren, eine Ausstellung mit doppelt regionalem Bezug zu kuratieren: Porträts, die Eipper von Menschen aus der Region gemalt hat.

    Gezeigt wurden darin neben Porträts von Familienmitgliedern, auch Bilder von Persönlichkeiten wie dem Volksbank-Direktor Kobler und von Kindern, die Eipper in stundenlangen Sitzungen bei Laune hielt. Da er selbst ein begeisterter Musiker war und Cello spielte, sind diese auf vielen Porträts ein Thema. Das Können des Malers zeigte sich auch in seinen großflächigen Figurstudien, die ebenfalls in Bonndorf zu sehen waren. Sein Umgang mit Farbe und Formen, seine enorme Schaffenskraft und seine Energie sind sichtbar in jedem Bild. Heute würde man Eipper als Mensch unkonventionell nennen, seine Kunst hingegen ist klassisch.

    "Die Ausstellung hat mich sehr angesprichen und war ein Genuss. Meines Erachtens war die Hängung sensibel gestaltet. Ich gehe konform mit der Aussage eines Porträtierten, Elmar Zimmermann, 'Er quält sich um Farblänge bis zur Schmerzgrenze, lotet die Dimensionen des Möglichen aus.' Die Hängung korrespondiert entsprerchend." - Wilma Kretz, Besucherin