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    Bestattungskosten

    Die rechtliche Grundlage für die Übernahme von Bestattungskosten ist in § 74 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) zu finden.

    Diese Vorschrift hat folgenden Wortlaut: „Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit dem hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen".

    Dies sind in erster Linie alle Erben.Das Amt für Soziale Hilfen erteilt keinen Auftrag an ein Bestattungsunternehmen; dies ist allein Aufgabe derjenigen, die nach dem Bestattungsgesetz dazu verpflichtet sind (d.h. Ehegatten und Verwandte).

    Es kommt auch nicht darauf an, ob der Verstorbene selbst Sozialhilfe erhalten hat. Die Übernahme der Kosten einer Beerdigung ist eine Hilfe für die Hinterbliebenen (also die „hierzu Verpflichteten") und nicht für den Verstorbenen. Die Leistung ist einkommens- und vermögensabhängig.Erforderliche Kosten einer Beerdigung können für eine ortsübliche, einfache, aber würdige Art teilweise oder ganz getragen werden.

    Finanzielle Hilfe kann demjenigen gewährt werden, dem die Aufbringung der Mittel aus eigenem Einkommen und Vermögen bzw. dem des Ehegatten oder Lebenspartners nicht zumutbar ist. Verwertbares Vermögen bis zur Freigrenze von 5.000 Euro bei Alleinstehenden bzw. 10.000 Euro bei Eheleuten oder Lebenspartnern bleibt dabei unberücksichtigt.

    Örtlich zuständig ist:

    • wenn die verstorbene Person Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch XII bezogen hat, das Sozialamt, das bis zum Tod die Sozialhilfe gewährt hat.
    • wenn die verstorbene Person keine Sozialhilfe bezogen hat, der Träger der Sozialhilfe, in dessen Bereich der Sterbeort liegt.

    Ansprechpartnerin:
    Frau Tanja Waßmann-Schmidt, Telefon: 07751/86-4240, E-Mail senden