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    Einschulungsuntersuchungen

     

     

     

    Nach § 91 des Schulgesetzes für Baden-Württemberg werden alle Kinder im vorletzten Kindergartenjahr (1-2 Jahre vor der Aufnahme in die Schule) im Rahmen einer Einschulungsuntersuchung (ESU 1) vom öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Kindergarten untersucht. Kinder, die keinen Kindergarten besuchen, erhalten einen Termin im Gesundheitsamt.

     

    Ziel ist es, Gesundheits- und Entwicklungsprobleme zu erkennen und rechtzeitig vor Beginn der Schulzeit notwendige Fördermaßnahmen einzuleiten, um bei allen Kindern einen möglichst guten Start in die Schule zu erreichen.

    Bei der Untersuchung durch eine sozialmedizinische Assistentin des Gesundheitsamts erfolgt 

    • die Erhebung ausgewählter Befunde (Körpergröße und Körpergewicht, Seh- und Hörtest, Sprachtest, Tests zu motorischen Fähigkeiten), die nicht in der U8/U9 enthalten sind bzw. standardisiert zur Bildung von Referenzwerten erhoben werden müssen,

    • die Dokumentation der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und des Impfstatus,

    • die standardisierte Befragung der Eltern zu Entwicklungsverlauf, Krankheiten und sozialen Rahmenbedingungen des Kindes mit Elternfragebogen (freiwillig),

    • die standardisierte Befragung der Erzieherinnen zum Entwicklungsstand des Kindes auf der Basis eines Erzieherinnenfragebogens.

      Die Eltern erhalten selbstverständlich die Untersuchungsergebnisse und Hinweise zu möglichen Fördermaßnahmen ihres Kindes. Sollten sich bei der ESU 1 bisher nicht bekannte Auffälligkeiten bei der Entwicklung des Kindes zeigen, kann das Kind mit den Eltern zu einer ärztlichen Nachuntersuchung und ausführlichen Beratung ins Gesundheitsamt eingeladen werden.

    • Bei Kindern, bei denen der durchgeführte Sprachtest auf eine Sprachentwicklungsverzögerung hinweist, wird zusätzlich eine ausführliche Sprachstandsdiagnostik (SETK 3-5) durch Ärztinnen und Ärzte des Gesundheitsamtes durchgeführt. Hierdurch können Sprachprobleme erkannt und Kinder frühzeitig einer Förderung zugeführt werden. Dies ist umso wichtiger, als die Sprache eine zentrale Rolle in der kindlichen Entwicklung spielt und den späteren Schulerfolg wesentlich beeinflusst.

      Sollten im letzten Kindergartenjahr medizinische Fragen zur Schulbereitschaft des Kindes bestehen, kann in den Monaten vor der Einschulung eine ärztliche Untersuchung (ESU 2) durch eine Ärztin oder einen Arzt des Gesundheitsamtes erfolgen.

    • Der Antrag zur ESU 2 muss von der zuständigen Grundschule gestellt werden, die Amtsärztin / der Amtsarzt entscheidet über den Antrag.

    • Berücksichtigt wird dabei, neben den Ergebnissen aus der ESU 1, auch eine aktualisierte Dokumentation zum Entwicklungsstand des Kindes durch die Erzieherinnen.

       

    Für weitere Fragen und nähere Informationen:

    • Ansprechpartnerinnen
      Frau Bieck, Christiane,          Telefon: 07751/ 86-5108

      Frau Kurkowski, Magdalena,  Telefon: 07751/86-5103

      Frau Bertram, Eva,                Telefon: 07751/86-5112

    Antwort auf die häufigsten Fragen zur Einschulungsuntersuchung finden Sie unter:

              Schulgesundheitspflege