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    17.12.2019

    Tiere im Winter füttern?

    Eigentlich brauchen unsere Tiere im Winter keine zusätzliche Fütterung. Falsches Futter kann den Tieren gar schaden.

     

    Dennoch ist es gerade bei Vögeln im Garten hilfreich, die Tiere zu füttern, um die heimischen Arten kennen zu lernen. „Gerade Kindern und älteren Menschen kann so Natur in allernächster Umgebung näher gebracht werden“, heißt es von der Umweltakademie Baden-Württemberg. Zwar brauchen die in Deutschland überwinternden Vögel keine Hilfe, allerdings schadet zweckmäßige Fütterung auch nicht. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass Vogelsilos und Meisenknödel gegenüber dem klassischen Vogelhäuschen den großen Vorteil bietet, dass die Vögel das Futter nicht durch Kot verunreinigen. Wer dennoch ein Vogelhäuschen bevorzugt, muss es regelmäßig reinigen. Außerdem sollte die Futterstelle Katzen- und Mardersicher sein.
    Enten und andere Wasservögel brauchen hingegen überhaupt keine Fütterung im Winter. Trockenes Brot ist nicht nur für die Vögel schädlich, denn wenn die Tiere trinken, quillt es auf, sondern auch für kleinere Gewässer. Hier können nicht gefressene Brotstücke auf den Grund sinken, verfaulen und dadurch das Wasser zum Umkippen bringen.
    Für Igel ist es wichtig, dass sie im Hausgarten einen geeigneten Unterschlupf finden können. Dazu ist es notwendig, den Garten nicht zu sehr von Laub und Versteckmöglichkeiten zu befreien. Lediglich Jungigel können – nach Rücksprache mit einem Tierarzt oder der Igelstation – im Keller in einer geeigneten Kiste zum Überwintern untergebracht werden.
    Für Eichhörnchen gilt das Gleiche, wie für Vögel. Sie benötigen den Menschen nicht, sind aber sicherlich nicht unglücklich, wenn man eine Futterstelle mit ungeschälten Nüssen einrichtet.
    Rehe und Hirsche reduzieren im Winter ihren Stoffwechsel und brauchen ebenfalls keine Unterstützung durch den Menschen. Allenfalls in sehr kalten Wintern oder in Hochlagen müssen Hirsche gefüttert werden. Diese Fütterung ist allerdings zuständigen Jägern oder Förstern vorbehalten. Wer in Baden-Württemberg Wild füttert begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem hohen Bußgeld geahndet wird.