Bekanntmachungen
Ämter Landkreis Waldshut
Amt auswählen
Online-Bürgerportal
Service auswählen
Kartenhaus von schlorian

Biodiversität und Artenschutz

Biodiversität fängt im Kleinen an und hört im Großen auf. Am kleinsten zeigt sie sich auf genetischer Ebene – in den winzigen Unterschieden zwischen einzelnen Individuen einer Art. Diese genetische Vielfalt ist die Grundlage für Anpassungsfähigkeit und Überleben. Auf der nächsten Ebene begegnet uns Biodiversität in der Vielzahl der Arten: Von winzigen Insekten bis zu großen Säugetieren, von Moosen bis zu mächtigen Bäumen. Schließlich umfasst Biodiversität auch die Vielfalt der Ökosysteme, in denen all diese Lebewesen miteinander und mit ihrer Umwelt in Beziehung stehen. Jeder Beitrag, ob klein oder groß, ist Teil eines faszinierenden und komplexen Netzwerks, das unser Leben auf der Erde sichert.

Die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde schwindet rasant. Artenschutz eröffnet die Möglichkeit, das Artensterben zu stoppen und die faszinierende Schönheit und Stabilität unserer Natur für kommende Generationen zu bewahren.

Alternativtext für das Bild Valentin Geyer
Seltener Anblick im LK WT: Ein Schwarzstorch ( Ciconia nigra ) auf Erkundungsflug
Alternativtext für das Bild Lutz
Dactylorhiza maculata, das Gefleckte Knabenkraut, ist eine Orchideenart, die vor allem auf feuchten Wiesen und in Mooren vorkommt und durch ihre gefleckten Blätter auffällt. Sie steht unter besonderem Schutz und ist in vielen Regionen vollständig geschützt
Schwalbenschwanzraupe Lutz
Die auffällig grün-schwarz gestreifte Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon) frisst besonders gerne an Fenchel und ist ein faszinierender Hinweis auf einen naturnahen Garten. Aus ihr entwickelt sich später einer der schönsten heimischen Schmetterlinge, der in Baden-Württemberg besonders geschützt ist.
Aspisviper (Vipera aspis) Klemens Fritz
Die Aspisviper (Vipera aspis) ist leicht an ihrer charakteristischen, deutlich nach oben gebogenen Schnauzenspitze zu erkennen. Dieses in Baden-Württemberg streng geschützte und extrem seltene Reptil ist eine der wenigen Giftschlangen Deutschlands und kommt im Land nur in wenigen, sehr isolierten Populationen, insbesondere im Landkreis Waldshut, vor.
Geburtshelferkröte Klemens Fritz
Die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) verdankt ihren Namen dem fürsorglichen Männchen, das die befruchteten Eier schützend an seinen Hinterbeinen trägt, bis die Larven schlüpfen. Dieses in Baden-Württemberg streng geschützte Amphibium kommt auch im Landkreis Waldshut vor.
Zauneidechse Klemens Fritz
Die Zauneidechse (Lacerta agilis) trägt ihren Namen, weil sie sich bevorzugt an sonnigen Zäunen, Böschungen und Wegrändern aufwärmt. Dieses in Baden-Württemberg streng geschützte Reptil ist auch im Landkreis Waldshut anzutreffen.
Kreuzotter (Vipera berus) Klemens Fritz
Die Kreuzotter (Vipera berus) ist zwar bekannt für ihr auffälliges Zickzackmuster, kommt aber auch als einfarbig schwarze Variante vor, bei der das Muster nicht zu sehen ist. Dieses in Baden-Württemberg besonders geschützte Reptil ist eine der seltenen Giftschlangen des Landes und auch im Landkreis Waldshut beheimatet.

Artenschutz

Erdkrötenpaar Frisch

Artenschutz

Der Schutz unserer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt ist von großer Bedeutung und gesetzlich verankert. Die wesentlichen Rechtsgrundlagen bilden hierfür die §§ 44 ff. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

Handel und Besitz geschützter Arten

Handel und Besitz geschützter Arten

Bitte beachten Sie:

Der Besitz und Handel geschützter Arten ist meldepflichtig.

Der Handel und die Entnahme wild lebender Arten stellen eine erhebliche Gefährdung dar. Um dieser entgegenzuwirken, ist eine internationale Zusammenarbeit unerlässlich. Das deutsche Artenschutzrecht fußt daher maßgeblich auf internationalen Verträgen wie dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) und der EG-Artenschutzverordnung (EG Nr. 338/97). Ergänzend gibt es Regelungen auf Bundesebene, wie die §§ 44ff. Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

Umfassende Informationen zum Besitz und Handel geschützter Arten sowie zur Meldeplattform WiPla erhalten Sie direkt beim Referat 55, Regierungspräsidium Freiburg.

 

Biber

Biber Foto: Mark Ma auf Unsplash
Biber (Castor Fiber)
Biber

Der Biber ist ein beeindruckender Erfolg im Artenschutz:

Durch gezielte Schutz- und Wiederansiedlungsmaßnahmen ist seine Rückkehr in viele Regionen gelungen. Seine  Anwesenheit steht heute symbolisch für die erfolgreiche Erholung einer ehemals fast ausgestorbenen Tierart

Wolf

Biber Foto: Julien Riedel auf Unsplash
Die Rückkehr des Wolfes

Artenschutz zeigt Wirkung - In Deutschland galt der Wolf (Canis lupus) seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgestorben. Staatlich geförderte Jagden, Fallen und Giftköder trugen maßgeblich zur Ausrottung bei. Seit der Wiedervereinigung 1990 steht der Wolf unter Schutz, was eine langsame natürliche Rückkehr in ehemalige Lebensräume ermöglicht. In Deutschland begann die Wiederbesiedlung um die Jahrtausendwende und die Population wächst seitdem stetig.