Zur Zeit sind die Raupen des Eichenprozessionsspinners wieder unterwegs. Allerdings gibt es im Landkreis nur vereinzeltes Auftreten dieser Insekten. Meist handelt es sich bei „Sichtungen“ um Verwechslungen mit der Gespinnstmotte, dem Wollafter, dem Goldafter oder dem Schwammspinner.
Der Prozessionsspinner ist ausschließlich auf der Eiche zu finden, denn die Raupen brauchen Eichenblätter und Eichenknospen, um sich zu ernähren. Insofern kann ausgeschlossen werden, dass es sich um diesen Schmetterling handelt, wenn seine Raupen auf einer anderen Baumart als der Eiche zu finden sind.
Trifft man dennoch auf Raupen des Eichenprozessionsspinners ist Vorsicht geboten, denn die Brennhaare – dies sind nicht die sichtbaren Raupenhaare – sondern lediglich, etwa 5 Micrometer dünne Härchen mit Widerhaken, die durch Wind bis zu 500 Meter weit getragen werden und allergische Reaktionen auf der Haut und den Schleimhäuten auslösen können.
Nach dem Kontakt mit Raupen sollte die Kleidung nach Möglichkeit im Freien gewechselt und bei mindestens 60° Celsius gewaschen werden. Gründliches Duschen und bei Augenreizungen eine Augenspülung mit klarem Wasser sind dringend geboten. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine stationäre oder notfallmäßige Behandlung ist nur sehr selten notwendig.