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Flughafen Zürich: Bundesverkehrsminister hat offenes Ohr für Anliegen der Grenzregion

06. März 2026
Landräte treffen Verkehrsminister Patrick Schnieder in Berlin Büro Felix Schreiner MdB

Die von der Schweiz geplanten Änderungen des Betriebsreglements des Flughafens Zürich waren Gegenstand eines Treffens der Landräte von Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis und Konstanz sowie den Bundestagsabgeordneten der drei Landkreise mit Bundesverkehrsminister Schnieder in Berlin. Die deutsche Regierung werde die Interessen der vom Fluglärm betroffenen Grenzlandkreise gegenüber der Schweiz vertreten, hieß es nach dem Treffen.

Ein Konflikt, der seit Jahrzehnten das ansonsten gute nachbarschaftliche Verhältnis in der Grenzregion trübt sind die Belastungen der Region, die durch die An -und Abflüge auf den Flughafen Zürich entstehen. Das Schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat nun das Genehmigungsverfahren für das sogenannte Betriebsreglement 2014/2017 wiederaufgenommen (beachten Sie dazu die angefügte Medieninfo vom 2. Februar 2026). Dieses war von der deutschen Seite bereits erfolgreich vor Schweizer Gerichten bekämpft worden. Das Schweizer Vorgehen stößt deshalb bei den deutschen Grenzlandkreisen auf Unverständnis.

„Wir befürchten eine Mehrbelastung für unsere Bevölkerung. Das ist so nicht hinnehmbar“ sagt der Waldshuter Landrat Dr. Martin Kistler und spricht dabei auch im Namen seiner Amtskollegen Zeno Danner (Konstanz) und Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar-Kreis).

Bereits Anfang Februar waren die drei Landräte gemeinsam mit Abgeordneten aus der Region bei Kanzleramtsminister Thorsten Frei, um die Bundesregierung für das Thema Fluglärm an der Staatsgrenze zur Schweiz zu sensibilisieren.

Dass sich Bundesverkehrsminister Schnieder Zeit für ein Treffen mit den Vertretern aus der Grenzregion genommen hat, ist ein Signal in Richtung Schweiz, für das die Landräte dankbar sind. Der Schutz der Bevölkerung sei ein wichtiges Anliegen, stellte das Bundesministerium für Verkehr im Gespräch mit den Landräten und Abgeordneten der Region klar.

Verkehrsminister Patrick Schnieder hielt fest: „Jede von der Schweiz begehrte Änderung am An- und Abflugsystem des Flughafens Zürich wird auf die Fluglärmauswirkungen hin untersucht, sorgfältig abgewogen und steht unter meinem Vorbehalt, sobald deutsches Hoheitsgebiet betroffen ist.“

„Für uns war es wichtig, die Sachlage aus erster Hand schildern zu können. Wir danken Bundesverkehrsminister Schnieder dafür, dass er die Interessen unserer Bevölkerung gegenüber der Schweiz vertritt“, sagten die Landräte nach dem Treffen.