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Runder Tisch zur kinderärztlichen Versorgung im Landkreis Waldshut bekräftigt sein Engagement

23. Februar 2026

Es ist bereits das vierte Mal, dass sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Medizin trafen, um nachhaltige Lösungen für die kinderärztliche Versorgung im Landkreis zu besprechen und weiter voranzutreiben.

Bereits am Anfang des Treffens appellierte Landrat Dr. Martin Kistler an alle Beteiligten, sich weiter intensiv für eine bessere kinderärztliche Versorgung einzusetzen. Dazu sei es wichtig, sich in vielen Themenbereichen zu engagieren: dem Ausbau der Telemedizin, der Stärkung von Elternkompetenz, der Gewinnung von Fachkräften mithilfe der Kommunen aber auch bei landkreisübergreifenden Kooperationen und Sonderzulassungen für Pädiater im Landkreis Waldshut. „Bereits im Sommer 2025 hatte die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) zugesagt, sich für Sonderzulassungen für Kinderärzte, die sich im Landkreis niederlassen möchten, einzusetzen. Sollte es zu einer solchen Konstellation kommen sei es wichtig, dass die KVBW ihre Zusage einhalte und der Zulassungsausschuss entsprechend entscheidet“, sagt der Landrat.

Ein derzeit zentrales Problemfeld im Landkreis Waldshut ist die finanzielle Förderung der Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten zu Pädiaterinnen bzw. Pädiatern. „Es ist Aufgabe des Bundes, ausreichend Fördermöglichkeiten bereitzustellen“, so der Landrat. „Ich bin froh, dass die beiden Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter und Felix Schreiner die Region dabei unterstützen.“

Laufenburgs Bürgermeister Ulrich Krieger sagte in diesem Zusammenhang: „Eine attraktive Weiterbildung im Landkreis anbieten zu können, ist eine gute Möglichkeit, motivierte Ärztinnen und Ärzte zu gewinnen. Die Rahmenbedingungen hierfür müssen von allen geschaffen werden. Zunächst gilt es aber, die Finanzierung der Praxen für ihr Engagement in der Weiterbildung zu sichern.“

Aus Sicht der Kinderärzte muss die Finanzierung gesichert sein, damit die Facharztweiterbildung zum Kinderarzt und Kinderärztin weiterhin im Landkreis Waldshut möglich ist. „Ohne eine gesicherte finanzielle Förderung für die Weiterbildung ist es wirtschaftlich in der Regel nicht möglich, junge Ärzte fachlich weiterbilden zu können“, fasst Dr. Roland Freßle, Vertreter der Kinderärztinnen und -ärzte zusammen.

Waldshut-Tiengens Oberbürgermeister Martin Gruner bekräftigt: „Die Kommunen haben in der Vergangenheit die Rahmenbedingungen für die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten unterstützt. Das werden sie weiterhin tun“. Zusätzlich müssten aber die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Ärztinnen und Ärzte hier tätig sein können. „Dazu braucht es eine ausreichende Finanzierung, eine realistische Bedarfsplanung und die Berücksichtigung regionaler Besonderheiten und Entwicklungen im Rahmen der Zulassungen.“