Das Gesundheitsamt des Landkreises Waldshut hat erstmals einen Basisgesundheitsbericht veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über die gesundheitliche Lage der Bevölkerung. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Gesundheitsplanung und politische Entscheidungen dienen.
„Die Ergebnisse zeigen, dass Prävention und Gesundheitsförderung im Landkreis weiter gestärkt werden sollten“, erklärt Michel Hornschuch vom Gesundheitsamt. Dies betrifft alle Altersgruppen und reicht von der Vorbeugung von Infektionen und Krebserkrankungen bis hin zum Schutz vor Hitze. Neben dem eigenen Verhalten sind aber auch die Lebensbedingungen vor Ort wichtig.
Handlungsbedarf sieht der Bericht zudem bei der ambulanten medizinischen Versorgung. Der Landkreis hat dazu bereits verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht. Zu diesen zählen Projekte zur Ausbildung von Ärzten in der Region und die Förderung von qualifizierten medizinischen Assistenten (Physician Assistants). Auch Prävention und Gesundheitsförderung kann zur Entlastung der medizinischen Versorgung beitragen. Wer gesund bleibt, braucht weniger medizinische Hilfe. Das entlastet das Gesundheitssystem.
Die Daten des Berichts wurden vom Gesundheitsamt aufbereitet und geprüft, stammen jedoch aus unterschiedlichen anerkannten Quellen. Bei der Interpretation müsse deshalb berücksichtigt werden, wie die Daten erhoben wurden und welche Faktoren die Ergebnisse beeinflussen können, betont Hornschuch. Eine sorgfältige Einordnung sei entscheidend, um die Erkenntnisse sinnvoll für die Gesundheitsplanung zu nutzen.
Der erste Basisgesundheitsbericht schafft damit eine wichtige Grundlage, um die gesundheitliche Situation im Landkreis besser einzuschätzen und künftige Maßnahmen gezielt auszurichten. Eingesehen und heruntergeladen werden kann der Bericht auf der Website des Gesundheitsamtes unter https://www.landkreis-waldshut.de/gesundheitsamt/andere-aufgaben/gesundheitsberichterstattung/.