Bekanntmachungen
Ämter Landkreis Waldshut
Amt auswählen
Online-Bürgerportal
Service auswählen
Grafik welche die Digitalisierung darstellen soll. Die Grafik besteht aus schwarzem Hintergrund und weißen Punkten welche durch Linien verbunden sind.

Innovationspreis 2026 - Zukunft gemeinsam gestalten

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Sechs Männer, darunter zwei jüngere, die eine gerahmte Urkunde halten, stehen lächelnd vor einem Banner des "Innovationspreis 2026 Landkreis Waldshut". Die Aufnahme würdigt die Preisträger für ihre zukunftsweisenden Projekte in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Landratsamt Waldshut

1. Preisträger 

Bucher Hydraulics: Vom Schwarzwälder Hidden Champion zum Vorreiter der Digitalen Transformation

Was 1923 als kleine Maschinenfabrik im beschaulichen Grießen begann, ist heute ein globaler Technologieführer: Bucher Hydraulics hat sich in hundert Jahren zu einem international führenden Anbieter innovativer elektrischer und hydraulischer Antriebs- und Steuertechnik entwickelt. Mit zwölf Produktionsstandorten weltweit zählt das Unternehmen zu den "Hidden Champions" Baden-Württembergs und prägt mit seinem Know-how Produkte von der Landtechnik über Aufzüge bis hin zu Baumaschinen. Gleichzeitig ist Bucher ein anerkannter Ausbildungsbetrieb, der jungen Talenten duale Wege und Bachelor-Studiengänge in Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen bietet.

Jüngst stellte Bucher Hydraulics sein innovatives Projekt zur "Model-Based-Definition" (MBD) vor, das eine Bewerbung für den Innovationspreis 2026 darstellte. Dieses ambitionierte Vorhaben revolutioniert den Fertigungsprozess, indem ein 3D-CAD-Modell zur einzigen und verbindlichen Informationsquelle wird. Damit überwindet Bucher traditionelle Medienbrüche und manuelle Abstimmungen, die zuvor zu Fehlern und Wissensverlust führen konnten. Die Jury würdigte die umfassende und tiefgreifende digitale Umstellung, die zu beeindruckenden Effizienzgewinnen führte: rund 30% Zeitersparnis in der Konstruktion und bis zu 70% schnellere NC-Code-Erstellung.

Der durchgängig digitale Prozess sichert nicht nur Expertenwissen und reduziert Durchlaufzeiten sowie Fehler, sondern positioniert Bucher Hydraulics als wegweisende "Blaupause für die digitale Transformation". Mit nachhaltigen Investitionen stärkt das Unternehmen seinen Standort und fungiert als Leuchtturm für andere Betriebe im Kreis Waldshut – ein echtes Beispiel für Innovationskraft "Made in Germany".

Fünf Personen, darunter eine Frau in der Mitte, die eine gerahmte Urkunde entgegennimmt, stehen lächelnd vor einem Banner des "Innovationspreis 2026 Landkreis Waldshut". Die Szene ehrt die Preisträger für ihre fortschrittlichen Projekte in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Landratsamt Waldshut

2. Preisträger

Exligno: Von der Traditionswerkstatt zum Pionier der Handwerks-Digitalisierung

Mit Wurzeln, die über 100 Jahre zurückreichen, firmiert der Handwerksbetrieb im Wutachtal seit 2001 als Exligno GmbH. Was einst als klassische Zimmerei begann, hat sich zu einem hochspezialisierten Unternehmen für Innenausbau entwickelt. Auf rund 4.500 qm Betriebs- und Produktionsfläche entstehen heute maßgefertigte Lösungen – von exklusiven Einbaumöbeln über kompletten Laden- und Objekteinrichtungen bis hin zu Büro- und Bankinterieurs. Die Handwerkskunst von Exligno, die sich in Referenzen wie Schuleinrichtungen und Gastronomieobjekten widerspiegelt, wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in der 2003 gegründeten Schweizer Niederlassung in Zurzach geschätzt.

Als Bewerber für den Innovationspreis 2026 bewies Exligno seine Vorreiterrolle im Handwerk mit einem selbst entwickelten SaaS-Produkt. Diese innovative Web-App nutzt Künstliche Intelligenz (KI), um Daten aus komplexen Leistungsverzeichnissen (LVs) automatisch zu extrahieren, mit historischen Projekten abzugleichen und präzise Vorschläge für Zeiten und Materialaufwände zu generieren.

Die Vorteile dieser Pionierleistung sind enorm: Schnellere Kalkulationen, eine deutliche Entlastung der Fachkräfte, standardisierte Angebote und die effektive Bewahrung des firmeninternen Wissens. Die Jury lobte das Projekt als bahnbrechend für das Handwerk und hob insbesondere das enorme Skalierungspotenzial hervor, die Lösung als SaaS-Plattform für andere KMU auszubauen. Durch die Kooperation mit einem lokalen KI-Experten stärkt Exligno zudem nachhaltig den regionalen Standort und zeigt, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können.

Eine Gruppe von acht lächelnden Personen, darunter zwei Frauen, posiert mit einer gerahmten Urkunde vor dem Banner des "Innovationspreis 2026 Landkreis Waldshut". Die Aufnahme würdigt die Preisträger für ihre zukunftsweisenden Projekte in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Landratsamt Waldshut

3. Preisträger

RehaKlinikum: Fünf Jahrzehnte Erfahrung treffen auf innovative KI für die Patientenversorgung

Mit über 50 Jahren Erfahrung ist das RehaKlinikum in der Trompeterstadt ein etablierter Experte in der Rehabilitation. Seine Lage bietet den Patientnen ideale Bedingungen: fußläufig zur Stadt, am Rhein und nah an der Erholung im Wald. Die Klinik deckt ein breites Spektrum ab, von klassischer Rehabilitation über ambulante Leistungen und Präventionsangebote bis hin zu Anschlussrehabilitation, mit Schwerpunkten in Rheumatologie, Orthopädie und Innerer Medizin. Um seine hohen Standards zu halten, hat das RehaKlinikum in den letzten Jahren erfolgreich verschiedene Zertifizierungen durchlaufen und Managementsysteme für Qualität und betriebliche Gesundheit eingeführt.

Angesichts des steigenden administrativen Aufwands hat das RehaKlinikum ein wegweisendes Modellprojekt initiiert: Eine innovative KI-Software revolutioniert die Erstellung medizinischer Entlassberichte. Früher zeit- und kostenintensive Diktate und Schreibarbeiten werden nun durch die Aufzeichnung und Transkription von Arzt-Patienten-Gesprächen ersetzt. Per Knopfdruck entsteht ein vollständig ausformulierter, strukturierter Bericht nach Kostenträgervorgaben, was wertvolle ärztliche Zeit freisetzt.

Die Jury des Innovationspreises 2026 würdigte das Projekt als wegweisend für die gesamte Region. Es überzeugt durch massive, quantifizierbare Kosteneinsparungen von rund 70 Prozent, eine erhebliche Entlastung hochqualifizierten Fachpersonals und, als wichtigsten Aspekt, die direkte Verbesserung der Patientenversorgung durch mehr Zeit für persönliche Gespräche. Das im Klinikalltag bewährte Projekt besitzt eine hohe Übertragbarkeit auf andere Einrichtungen, stärkt den Landkreis als modernen Gesundheitsstandort und verbessert nachhaltig die regionale Versorgung.

Bewerber in alphabetischer Reihenfolge

Drei lächelnde Männer präsentieren im Vordergrund die "acon" App auf einem Smartphone, das verschiedene Finanzdaten und Grafiken anzeigt. Das Bild symbolisiert die digitale Expertise und den kundenorientierten Ansatz von acon im Bereich der Finanzdienstleistungen. acon GmbH

acon GmbH

Wenn Stadtwerke oder andere Netzbetreiber über Investitionen entscheiden, werden dazu viele verschiedenen Daten benötigt, die valide sein müssen, sich aber oft nur mühsam zusammenstellen lassen. Hier setzt acon mit Sitz in Laufenburg an. Mit einem im Netz zur Verfügung gestellten Software-Modell lassen sich unter Einsatz von KI alle relevanten Daten zusammenführen. Die Plattform kann datengestützte Netzszenarien bis zu 50 Jahre in die Zukunft simulieren. So entsteht die Basis für eine fundierte Entscheidung, die Investitionen und Betriebskosten gleichermaßen optimiert.

Zwei lächelnde Geschäftsführer von APM und Sonnenhof, eine Frau und ein Mann, sitzen vor einem Banner, das die digitalen Lösungsbereiche des Unternehmens darstellt. Die Aufnahme betont die partnerschaftliche und lösungsorientierte Herangehensweise von APM. APM Kommunikations- und Sicherheitstechnik GmbH

APM Kommunikations und Sicherheitstechnik GmbH & Fachkliniken Sonnenhof Höchenschwand GmbH 

Mit "CloudCare" bringt APM die Betriebsabläufe in der Fach-Klinik "Sonnenhof" auf einen modernen Standard. Die Installation einer cloud-basierten Plattform zur betriebsinternen Kommunikation macht orts- und geräteunabhängiges Arbeiten möglich, z.B. im Homeoffice oder auch für den Bereitschaftsdienst. Verbesserte Erreichbarkeit und geringerer administrativer Aufwand sparen Zeit, Gled und nutzen indirekt so auch Patientinnen und Patienten.

Zahlreiche Mitarbeiter von AWW, die meisten in blauer Arbeitskleidung, haben sich auf einer großen Asphaltfläche so aufgestellt, dass sie aus der Vogelperspektive die Buchstaben "AWW" bilden. Diese kreative Gruppenaufnahme symbolisiert den starken Teamgeist und die Verbundenheit der Belegschaft mit ihrem Unternehmen. Aluminiumwerke Wutöschingen AG & Co. KG

Aluminiumwerke Wutöschingen AG & Co. KG

Alu-Produktion hat bei AWW in Wutöschingen über 100 Jahre Tradition. Die Betriebsabläufe machen notwendig, dass Personal und Fahrzeuge auf dem Werkgelände unterwegs sind, was ein hohes Unfallrisiko in sich birgt. Ein KI-basiertes Assistenzsystem für die Staplerflotte soll Unfälle vermeiden. Das System erkennt Personen per Kamera, gibt mehrstufige Warnungen (optisch, akustisch) aus und kann aktiv in die Fahrzeugsteuerung eingreifen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren oder den Stapler automatisch zu stoppen. Dadurch erhofft man sich weniger Ausfallzeiten und reibungslosere Arbeitsabläufe.

Drei lächelnde Mitarbeiter der Caritas Hochrhein, zwei Frauen und ein Mann, stehen neben einem neuen weißen Dienstfahrzeug, das mit dem roten Caritas-Logo versehen ist. Dies unterstreicht die lokale Präsenz und das Engagement der Organisation in der sozialen Versorgung. Caritasverband Hochrhein

Caritasverband Hochrhein e.V.

Auf seinen unterschiedlichen Geschäftsfeldern unterhält der Caritasverband einen Fuhrpark von insgesamt gut 300 Fahrzeugen. Die bisherige, recht ineffiziente Verwaltung provozierte mangelnde Auslastung und unnötige Kosten. Die Einführung einer browserbasierten Standard-Software zur zentralen, digitalen Verwaltung aller Fahrzeug- und Nutzungsdaten soll diesen Mangel beheben. Mehr Transparenz für ein aktives, internes Fahrzeug-Sharing soll auch helfen, die Größe des Fuhrpakrs zu reduzieren, Kosten zu senken und den administrativen Aufwand zu verringern.

Ein lächelnder Mitarbeiter von Lignotrend, gekleidet in eine orangefarbene Sicherheitsweste und Kappe, steht in einem Lager und scannt mit einem Handgerät ein großes, verpacktes Holzbauelement. Dies unterstreicht die präzise Logistik und moderne Qualitätssicherung in der Verarbeitung der Holzprodukte von Lignotrend. Lignotrend Produktions GmbH

Lignotrend Produktions GmbH

Auch wenn Papier zu den Holzprodukten gehört, im Fertigungsprozess heute ist es eben eher old school. Um den hohen manuellen Aufwand zu reduzieren und Fehler zu vermeiden, hat das Holzbau-Unternehmen aus Bannholz eine End-to-End-Lösung vollständig intern entwickelt. Mit Handscannern werden die Daten in einer Android-App mobil erfasst und in einer zentralen Open-Source-Datenbank (Blazegraph) als Datenhub abgelegt. Ein browserbasiertes Dashboard (R/Shiny) dient zur Visualisierun. Lignotrend hat die Produktionsprozesse dadurch deutlich effizienter gestaltet.

Maler Kollakowski in Arbeitskleidung präsentiert sich vor dem bunten Firmengebäude und dem großen Firmenschild des Malerbetriebs Kollakowski. Das Bild vermittelt die Botschaft "Kreativität aus Meisterhand" und die professionelle sowie kundenfreundliche Ausrichtung des Betriebs. Malerbetrieb Kollakowski

Malerbetrieb Kollakowski

Da das Unernehmen unter Personalmangel im administrativen Bereich leidet, denkt Kollakowski über den Einsatz von KI im Backoffice nach. Dadurch sollen z.B. Telefonanrufe gefiltert und die Möglichkeit eröffnet werden, Routineanfragen automatisiert zu bearbeiten. Die Verwendung von ChatGPT erleichtert die Textverarbeitung. Beide Module gemeinsam werden zur Entlastung des Personals von Verwaltungsaufgaben führen und reibungslosere Abläufe im Backoffice gewährleisten.

Eine fröhliche Gruppe von Männern, viele in grünen Waldhaus-Shirts, stößt lachend mit Biergläsern an einem Holztisch im Freien an, umgeben von Speisen. Die Szene vermittelt ausgelassene Geselligkeit, Teamgeist und den Genuss von Waldhaus Bier aus dem Schwarzwald. Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH

Das Bier kommt nicht einfach über die Theke, zuerst einmal muss es aus der Brauerei in die Gastronomie. Hierfür benötigen Außendienstmitarbeiter aber viel Zeit. Waldhaus nutzt KI, um die Zeit effizienter zu nutzen. In unter zehn Minuten werden personalisierte Landingpages für potenzielle Kunden erstellt. Ein KI-generierter Video-Avatar des Geschäftsführers begrüßt den Kunden namentlich, die Webseite beinhaltet KI-analysierte, individuelle Arguemente und FAQs. In der Folge reduziert sich der Zeitaufwand in der Akquise beträchtlich. Der Vertriebsmitarbeiter fährt erst zum Kunden, wenn dieser bereits online Interessse signalisiert hat.

Mann im Vordergrund an Maschine. Rühle Holding GmbH

Rühle Holding GmbH

Bereits seit fünf Jahrzehnten sind Rühle, Grafenhausen und Kompetenz in der Lebensmitteltechnik eine Einheit; das ist weit über den Schwarzwald hinaus bekannt. Die Expertise in Service und Vertrieb konzentiert sich aber auf wenige Köpfe, was bei unpräzisen Kundenanfragen zu Problemen führt. Rühle führt ein internes KI-basiertes Assistenzsystem ein, das auf Basis der gesamten Service-Historie (mittels Retrieval-Augmented Generation, RAG) arbeitet. Es nimmt Problemanalysten vor, schlägt gezielte Rückfragen vor und liefert Handlungsempfehlungen. Die Resultate sind: Höhrere Effizienz, Sicherung von Wissen, Kostenreduktion und besssere Kundenzufriedenheit.

Fünf lächelnde Mitarbeiter von Sto posieren vor einer bepflanzten grünen Wand, die Teil eines innovativen Fassadensystems ist. Die Szene unterstreicht Sto's Engagement für nachhaltige Baulösungen und grüne Architektur. STO SE & Co. KGaA

STO SE & Co. KGaA

Mit "GreenTelligence" beschleunigt der Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen aus Stühlingen die Ermittlung des Pflanzendeckungsgrads bei der Entwicklung von begrünten Fassadenmodulen. In einer KI-Pipeline sind drei KI-Modelle orchestriert, die die Testmodule in Fotos erkennen und die begrünten Flächen der Berechnung des Deckungsgrads segmentieren. Dann werden die Ergebnisse über die ID-Erkennung dem korrekten Modul zugeordnet. Der Zeitaufwand für den Prozess, der bisher manuell stattfand wird zu 99 % reduziert.

Tim Hespeler lächelt freundlich in die Kamera, gekleidet in einem dunklen Hemd vor einem hellen, einfarbigen Hintergrund. Dieses professionelle Porträt vermittelt seine offene und zugängliche Persönlichkeit. Tim Hespeler AI Consulting

Tim Hespeler AI Consulting

Eine Hockey-Ausrüstung ist nicht ganz billig, und sie besteht aus weit mehr als Schläger und Ball. Die Online-Beratung bei HP´s Sport Shop hat sich als unzureichend erwiesen: Kaufunsicherheit, hohe Retouren und zeitaufwendiger manueller Support. Mit Tim Hespeler wurde ein tief ins System greifender KI-Assistent entwickelt. er führt sprachlich versiert komplexe Produktsuchen durch, bietet individuelle Beratung und automatisiert After-Sales-Prozesse wie Sendungsverfolgung und Retourenanmeldung. Entstanden ist ein fachkundiger Service, 24/7 erreichbar, 73.000 Zugriffe in vier Monaten belegen die Akzeptanz der Kundschaft.

Fünf junge Männer stehen selbstbewusst vor einem großen, schwarz-weißen Viezetea-Logo in einem modernen Innenraum. Diese Gruppe verkörpert den jungen und dynamischen Spirit des Viezetea-Teams und dessen Engagement für ihre Marke.

Vizetea GmbH

Im Wutachtal beschäftigt sich Vizetea mit Herstellung und Vertrieb von Eistee, aber die Abwicklung der Zollgeschäfte ist sehr zeitintensiv und macht den Einsatz von erfahrenen Fachkräften notwendig. Mit einer KI-gestützen Assistenzsoftware sollen die Zolldokumente (Rechnungen, Lieferscheine) ausgelesen und analysiert werden. Dann unterbreitet das System der Fachkraft Vorschläge für den Zolltarifierung inklusive eines Konfidenzwertes. Das spart Zeit und hilft Fehler zu vermeiden; die Fachkraft behält die Verantwortung, wird aber deutlich entlastet.

Text Witholz GmbH

Witholz GmbH

Unter "WitConnect" versteht man beim Holzbau-Unternehmen im Schlüchttal eine IT-gestützte Plattform, die die komplette Produktionskette digitalisiert. Was bisher in Papierlisten und diversen Outlook-Kalendern Eintrag fand, wird nun in einer einheitlichen Software zentral gesteuert - von der Auftragserfassung über Maschinen- und Tourenplanung bis zur App fürs Transportpersonal. Fehlerreduzierung und die Schaffung von Echtzeit-Transparenz in Planung, Produktion, Logistik und Lieferung erbringen erhebliche Entlastung für die Belegschaft und erzeugen eine deutliche Steigerung der Servicequalität.

Die Luftaufnahme zeigt den modernen Gewerbepark "Wohnparc" mit mehreren Geschäftsgebäuden und einem großen, gut gefüllten Parkplatz. Er symbolisiert einen attraktiven Standort, der vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen unter einem Dach vereint. Wohnparc online GmbH & Co. KG

Wohnparc online GmbH & Co. KG

"Frag Isabella" ist ein Projekt des traditionsreichen Einrichtungshauses mit Sitz in Lauchringen. Die rund um die Uhr erreichbare KI-gestützte Einrichtungsberaterin erleichtert der Kundschaft die Auswahl von Produkten nach ihren individuellen Wünschen. Mit hochgeladenen Raumfotos werden Stil und Farben analysiert und eine visuelle Collage erstellt. In einem dialogbasierten Prozess werden der Kundschaft passende Produkte aus dem Sortiment empfohlen. So besteht sowohl die Möglichkeit, direkt online einzukuafen oder den Besuch im Einrichtungshaus adäquat vorzubereiten.

Informationen zum Innovationspreis

Innovationspreis

Seit 2009 zeichnet der Landkreis Waldshut mit dem Innovationspreis Ideen und Lösungen aus, die unsere Region, ihre Menschen und Unternehmen voranbringen – jedes Mal mit einem neuen Zukunftsthema. 

Das Thema

Der Innovationspreis 2026 ist dem Zukunftsthema schlechthin gewidmet: der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz. Die dadurch entstehenden Möglichkeiten verändern alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Insbesondere für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen eröffnen sich Chancen, Prozesse effizienter zu gestalten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch die Kreisverwaltung treibt ihre digitale Transformation voran. Mit dem Preis würdigt der Landkreis Ansätze im Bereich der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung. Er macht kreative Lösungen sichtbar, damit die gesamte Region von ihnen profitieren kann.

Der Wettbewerb

Teilnehmen können alle Unternehmen im Landkreis – vom Einzelbetrieb bis zum Großunternehmen. Ausgezeichnet werden digitale Lösungen und KI-Anwendungen, die bereits umgesetzt sind, kurz vor dem Start stehen oder als tragfähiges Konzept in der Ausarbeitung sind. Entscheidend ist nicht nur die Innovationskraft, sondern auch der konkrete Nutzen: betriebliche Lösungen, bei denen KI gezielt Effizienz steigert, Prozesse automatisiert oder Kundenerlebnisse verbessert. Ob eigene Entwicklung oder cleverer Einsatz bestehender Tools – wir suchen Lösungen, die Zukunft gestalten.

Preisverleihung
Eine interdisziplinäre Jury aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung unter Leitung von Landrat Dr. Martin Kistler bewertet die eingereichten Projekte und entscheidet über die Preise im Wert von insgesamt 10.000 €. Die Preisverleihung findet am 15. April 2026 im Rahmen einer Feier statt.

 

 

Jury

Jury-Kriterien

Die Jury bewertet die eingereichten Projekte nach folgenden Kriterien:

  • Innovationsgrad & Neuheit: Wie neuartig ist die Lösung im Vergleich zu bestehenden Ansätzen? Bringt sie echte Verbesserungen oder sogar einen Durchbruch?
  • Nutzen & Wirkung für Unternehmen, Kundschaft und/oder Region: Welchen konkreten und nachvollziehbaren Mehrwert schafft die Innovation? Ist der Nutzen für das Unternehmen für Kunden/Nutzer klar und plausibel dargestellt?
  • Qualität der Umsetzung & Praxistauglichkeit: Wie professionell und nutzerfreundlich ist die Lösung umgesetzt? Funktioniert sie in der Praxis zuverlässig?
  • Zukunfts- & Regionalpotenzial: Lässt sich die Lösung auch auf andere Unternehmen, Branchen oder Regionen übertragen und ausbauen?

Die Jury des Innovationspreises Landkreis Waldshut setzt sich laut Kreistagsbeschluss aus unabhängigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik zusammen. Sie bewertet die eingereichten Innovationen nach festgelegten Kriterien. Die Entscheidungen der Jury sind endgültig; der Rechts weg ist ausgeschlossen.

Die Juryteilnehmer des Innovationspreises Landkreis Waldshut 2026 unter der Leitung von Landrat Dr. Martin Kistler sind:

Aus der Politik (Kreistagsmitglieder)

  • Bernhard Boll
  • Harald Ebi
  • Alexander Guhl
  • Wolfgang Löhle
  • Niklas Nüssle MdL
  • Ozan Topcuogullari

Aus der Wirtschaft

  • Rolf Benzmann – Vice President Business Development der Scheelen AG, die einen KI-Avatar mit Modellcharakter und hoher Strahlkraft entwickelt hat. Zudem wird Herr Benzmann bei der Preisverleihung als Redner mitwirken.
  • Maximilian Wagner - geschäftsführender Gesellschafter der Heinz Wagner Sekt GmbH. Als Preisträger des Existenzgründerpreises 2025 bringt er umfangreiche unternehmerische Erfahrung ein und schafft eine wertvolle inhaltliche Brücke zum Existenzgründerpreis des Landkreises Waldshut.

Aus der Verwaltung

  • Daniel Czichowsky - Amtsleiter IT und Digitalisierung im LAndratsamt Waldshut. In dieser Funktion begleitet er den gesamten Digitalisierungsprozess in der Verwaltung und stellt der Jury seine fundierten Kenntnisse zur Verfügung.