Landschaftspflegeabend zur Lupinenbekämpfung auf Bernauer Weidfeldern am 11.06.2026
Nicht nur in Bernau nimmt das Vorkommen der Lupine auf artenreichen Lebensräumen zu. Die invasive Vielblättrige Lupine ist ein Neophyt, das heißt sie ist bei uns nicht heimisch; ursprünglich kommt sie aus Nordamerika. Im 19. Jahrhundert wurde sie als Gartenpflanze nach England gebracht und kurze Zeit später auch in Deutschland angeboten. Aufgrund Ihrer Standortansprüche wurde sie auch gerne als Initialbepflanzung kahler Böschungen und Wegränder eingesetzt, so auch höchstwahrscheinlich im Landkreis Waldshut. Von den Wegrändern aus breitet sich die Lupine immer stärker auch in die angrenzende Fläche aus.
Mit ihrer Möglichkeit, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und zu nutzen, hat sie einen entscheidenden Standortvorteil auf den mageren Böden artenreicher Wiesen und Weiden im Landkreis. Die ursprünliche und sehr wertvolle Pflanzenzusammensetzung der Weidfelder droht damit an immer mehr Stellen verloren zu gehen.
Der Schwarzwaldverein Bernau und die Initiative Dorf setzen sich unter anderem dafür ein, die Lupine auf den Bernauer Flächen zurückzudrängen. Ein Ziel, dass auch der LEV (nicht nur) in Bernau verfolgt. Am Abend des 11. Juni 2026 haben sich Aktive von Schwarzwaldverein und Initiative Dorf getroffen, um die Lupine auf verschiedenen Weidfeldern zwischen dem Ortsteil Dorf und den Weidfeldern rund um die Krunkelbachhütte zu mähen, bevor es zur Aussaat der Samen kommt. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom LEV und Umweltamt haben es sich nicht nehmen lassen, die Aktion tatkräftig zu unterstützen. Ausgerüstet mit Handsensen, Motorsensen und Heckenscheren machten sich so 24 Helfer und Helferinnen ans Werk, sodass eine ordentliche Fläche geschafft wurde.
Belohnt wurden die Aktiven mit einer tollen Aussicht über das Bernauer Hochtal bis hin zur fernen Alpenkette und einem Vesper auf der Krunkelbachhütte nach getaner Arbeit.