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Ein Feuerwehrauto mit der Aufschrift Einsatzleitung und weitere Feuerwehrautos mit Blaulicht stehen an einem nächtlichen Einsatzort

Katastrophenschutz

Für den Katastrophenschutz sind in Deutschland die jeweiligen Bundesländer zuständig. Im Landkreis Waldshut übernimmt diese verantwortungsvolle Rolle das Landratsamt als sogenannte Untere Katastrophenschutzbehörde. Unsere Kernaufgabe ist es, Katastrophenlagen zu bewältigen und dafür gezielte Vorkehrungen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung von Alarm- und Einsatzplänen sowie die umfassende Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger über geeignete Vorsorgemaßnahmen.

Weitere Aufgaben im Überblick

  • Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen DRK, DLRG, Bergwacht sowie dem THW im Hinblick auf gemeinsame Einsätze im Tagesgeschäft sowie im Katastrophenschutz.
  • Zusammenarbeit mit Polizei und Bundeswehr (Kreisverbindungskommando).
  • Zusammenarbeit mit übergeordneten Stellen und benachbarten Kantonen der Schweiz.
  • Einsatzplanung und -vorbereitung für Großschadenslagen und Flächenereignisse inkl. Katastropheneinsatzplanung.
  • Vorbereitung und Durchführung von Katastrophenschutzübungen.
  • Verwaltung und Überprüfung der bundes- und landeseigenen Fahrzeuge des Katastrophenschutzes.

Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen

Mehrere kerntechnische Anlagen in der Schweiz befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Landkreis Waldshut. Dazu zählen die Kernkraftwerke Leibstadt und Beznau, die Zwischenlager der Kernkraftwerke, das Zentrale Zwischenlager in Würenlingen sowie die nuklearen Einrichtungen am Paul Scherrer Institut (PSI) in Würenlingen. Das dritte Schwizer Kernkraftwerk befindet sich in Gösgen und liegt etwa 25 Kilometer entfernt vom Landkreis.

Diese Anlagen werden durch das Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) überwacht.

Im Landeskatastrophenschutzgesetz ist geregelt, dass das Regierungspräsidium Freiburg als übergeordnete Behörde für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen zuständig ist Regierungspräsidium Freiburg, übertagen.

Wird über kerntechnische Anlagen und den Schutz der Bevölkerung gesprochen, geht es häufig auch um die Versorgung mit Jodtabletten. Nähere Infos dazu finden Sie auf der Website Jodblockade des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Vorab informieren und für den Ernstfall vorsorgen

Es ist wichtig, selbst für Not- oder Krisensituationen vorzusorgen. Die untere Katastrophenschutzbehörde im Landratsamt kann in einem solchen Fall nicht sofort die spezifische Hilfe leisten, die jeder einzelne Bürger im Landkreis benötigt.

Damit Krisen gut bewältigt werden können ist es unerlässlich, sich vorab gut zu informieren und vorzusorgen.

Wie werde ich informiert oder gewarnt?

Kommt es in Deutschland zu einer Katastrophe oder einer Krise, in der die Bevölkerung geschützt werden muss, informieren verschiedene Warnmittel darüber. Dazu zählen:

  • Sirenen
  • Radio und Fernseher
  • Warn Apps
  • Cell Broadcast

Der Landkreis Waldshut informiert neben den Sirenen vor allem über die Warn-App des Bundes "NINA" und den Cell Broadcast.

Über das Thema Warnungen informiert ausführlich auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK). Auf der Website gibt es zudem ausführliche Informationen über die Warn-App NINA.

Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Krisen können ganz unterschiedlich sein. Wetterextreme werden häufiger und Berichte über Cyberattacken oder Stromausfälle gehören inzwischen zum Alltag. Tritt tatsächlich ein solcher Fall ein, ist es gut, wenn man vorgesorgt hat.

Wertvolle Tipps und Empfehlungen dazu gibt der Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Dort finden Sie neben einem PDF auch nützliche Checklisten, die Ihnen beim Vorsorgen helfen können und Videos mit Tipps.